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von Kirschbaum an B. in
Bern
[Bergli, 14.4.1933]
Karfreitag morgen
eine erste Nacht in der Birnbaumstube1 ist vorüber, nebenan zwei Wandervögel: Ruth und ihre Freundin! – -
Heute früh ist R. mit zwei Kindern im Auto aufgebrochen und nun beginnen zwei
stille Tage mit Gerty und den Kleinen. Ostersonntag abend 8 h etwa rufe ich dich an.
Recht so? – Hier hast du also N.’s Brief. Es war sicher gut, daß
|283 Dor[othee] St[oevesandt] bei ihr
war.2 Das hat gewiß diese erste
Stellungnahme ruhiger werden lassen. Nun wirst du eben mit viel
Weisheit und Geduld und Entschlossenheit den Wagen weiterlenken müssen. Ich
schreibe N.
lieber nicht. – Daß sie lieber nach Bern
als Zürich will3,
finde ich darum schwer, weil sie dort viel einsamer ist und damit dieser
Lebensversuch als solcher für sie schwerer. Aber das mußt du wohl mündlich mit
ihr bere[de]n4.
Eduard lasse ich sehr
danken für seinen guten Brief. Ich schreibe ihm in dieser Zeit
(vielleicht auch erst von Bonn) ja sicher auch einmal. –5
Lieber Karl, du fehlst hier sehr. – Aber es ist gut, daß du es dort
ruhig haben darfst. –