Brief Nr. 201 · 23. Juni 1935

Karl Barth an Charlotte von Kirschbaum in Bonn

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201

Liebe Lollo!

Berglisonntagnachmittag. Ich sitze am Tisch hinter dem Haus, während alle Anderen in Liegenstühlen und sonst der Ruhe pflegen. |484 Am Waldrand oben haben sich Gerty und die gestern eingetroffene Leine Eyth1 eingerichtet. Darum bin ich hier. Ganz allein, aber fröhlichen Herzens, weil ich nun ruhig an m. L. schreiben werde.

Ja so is es nun in diesem merkwürdigen Jahr, daß du deinen Geburtstag dort feierst und ich hier nur von Weitem dabei sein und an dich denken kann. Dreimal zwölf Jahre alt bist du nun, während ich eben sieben mal sieben Jahre alt geworden bin. Die kräftige Symbolik dieser Zahlen kann dir unmöglich entgehen. Es ist ganz klar, daß in diesem Jahr Alles ein wenig außergewöhnlich zugehen muß. Du bist mir in den schwierigen Zeiten, die hinter uns liegen, und insbesondere in deinem nun vollendeten 36. Lebensjahr eine ganz besonders liebe, treue und kluge Lollo gewesen, und dafür wollte ich dir heute hauptsächlich gedankt haben. Laß uns auch in den nun kommenden Entwicklungen immer aufs Neue – und wäre es auch unter kleinen heftigen Streitigkeiten, wie nur wir sie so haben können! – fest und ­unbeweglich zusammenstehen und immer wieder unverzagt weiterrudern. Es wird sich, wenn wir nur die letzte Zuversicht nie fahren lassen, Alles irgendwie klären und in die Reihe stellen, wenn es auch immer wieder ganz anders gehen wird, als man ersorgt oder erhofft hatte. Es wird wohl nicht anders möglich sein, als daß wir den Preis für unser nun einmal nach allen Seiten so seltsames Leben ganz gehörig bezahlen müssen mit allerlei Bekümmernissen und Bedrücktheiten, die Anderen erspart bleiben. Aber was wollen wir? – das ist nun einmal unser Leben, gegen das wir nicht murren können, wie wir es uns auch nicht nehmen lassen könnten.

Und nun hoffe ich nur, daß es am Dienstag dort auch ein wenig freundlich für dich sein möchte. Alle, die um die Bedeutung des Tages wissen, werden ja sicher auch dort das Ihrige dazu tun, und wenn dir trotzdem noch etwas fehlen sollte, dann denk du ein bißchen nach Basel, wo ich an diesem Tag herumlaufen werde, um dies und das mit der Fakultät (Lektionskatalog, Lehrauftrag) in Ordnung zu bringen. Ich werde dann in Gedanken doch immer wieder in Bonn sein und mir unterdessen das ganze Basel unter dem Gesichtspunkt ansehen, |485 daß es nun inskünftig zum Rahmen auch der so ganz unvergleichlichen Existenz und Tätigkeit von Lollo bestimmt ist. Ich bin restlos überzeugt davon, daß alle guten und bedeutenden Menschen dort wie überall binnen Kurzem einsehen werden, mit wem sie es zu tun haben, und daß es dir dann dort wie überall an Ausblicken und Ausläufen nach allen Seiten nicht fehlen wird. Lollo von Kirschbaum, geb. den 25. Juni 1899 in Ingolstadt. Eine schlechthin entscheidende Tatsache, wie immer sie astrologisch zu deuten sein mag. Das, was ich dir zum Geburtstag schenken möchte, werden wir dann, wenn du wieder hier bist, gemeinsam einkaufen gehen.

Der gestrige Tag war ja nun recht dramatisch. Ich war nach Tisch mit Richard2 allein zu Hause (Rudi nach Schiltach gefahren, Gerty und «Grete»3 nach Zürich), und ich saß müde und zufrieden nach vollbrachtem Morgenritt am Waldrand, als ein sympathischer junger Mensch aus dem Dorf das Telegramm4 brachte, das ich dann zuerst mit dem jäh aus dem Schlaf erwachten Richard, dann mit dir am Telephon, dann ebenso mit Eduard und mit meiner Mutter besprochen habe. Hauser, der nun verabredungsgemäß zu benachrichtigen war, war nicht zu erreichen. So bekam er einen Eilbrief5, den ich in der Abendkühle um 6 Uhr selber zum unteren Bahnhof befördert habe und der ihn heute erreicht haben wird. Du wirst die Gewichtigkeit meiner Frage nach Neuigkeiten hinsichtlich der Bekenntniskirche empfunden haben. Mein erster Gedanke war natürlich der, ob nun von dorther doch noch irgend etwas erwartet werden müsse. Dein klares Nein bestätigte mir dann doch, was ich eben auch sofort empfand, daß weitere Experimente oder gar das Warten auf solche nun nicht mehr in Betracht kämen. Abends um zehn Uhr kam dann noch ein Telephon von Immer6, der mir ein Telegramm durchgab, das sie mir von dort aus schicken wollten:

486 «Bahn frei für Hochschule für reformatorische Theologie. Rehoboth 1. Mose 26,22».

Das scheint ja nun darauf hinzuweisen, daß sie dort auf einmal wieder auf dieses andere Projekt7 zurückgekommen sind, nachdem ich ja von dem Ergebnis der rheinischen Bruderrats-Sitzung vom Samstag vor acht Tagen auch kein Wort mehr gehört habe8. Ich glaube trotz Rehoboth nicht, daß es angesichts dieser Unklarheit des Wollens angebracht gewesen wäre, noch einmal zugunsten der von dieser Seite zu erwartenden Projekte zu temporisieren. Übrigens war ich, gerade als das Telegramm kam, beschäftigt mit der Lektüre der Augsburger Beschlüsse9 und des Hesseschen10 und der Bayrischen Berichte11 dar|487über. Mir ist nach wie vor Verschiedenes, was da geschehen und gesagt worden ist, nicht nur dunkel, sondern direkt bedenklich, und ich kann nicht nur den Bayrischen Jodler, sondern auch das Hessesche Hallelujah12 durchaus nicht verstehen. Gerade in dieser triumphierenden und offenkundig der allgemeinen Versöhnung entgegensteuernden Bekenntniskirche hätte mein Platz nur als dauernder Störefried sein können, und diese Rolle dürfte sich nun eben überlebt haben, wie ich umgekehrt auch einen Ruf gerade von dieser – der über Barmen und Dahlem nach Augsburg gesteuerten Bekenntniskirche nicht als giltig bzw. gebieterisch hätte anerkennen können. Es dürfte schließlich |488 dazu kommen, daß man sich nach dieser «Verfügung» des Ministers wohl nicht mehr ohne grobe Illusion hätte vorstellen können, daß eine freie Fortsetzung meiner Tätigkeit draußen physisch möglich sein werde. Wir haben nun die Dinge gerade im letzten entscheidenden Augenblick nicht mehr eingehend zusammen beraten können. Aber ich kann mir kaum denken, daß du sie wesentlich anders siehst oder daß du nachträglich doch noch zu einem anderen praktischen Ergebnis gekommen sein solltest.

Was nun die zunächst nötigen technischen Handlungen hinsichtlich der Wohnungssuche, des Umzugs etc. betrifft, so erwarte ich die Mitteilung der Pläne und Vorschläge, mit denen ihr wohl bereits ausgiebig und – der Himmel gebe es! – in leidlichem Einverständnis beschäftigt seid. Ob ich nicht doch auch noch einmal heraus kommen sollte? Die Anwesenheit irgend eines «Herrn» könnte dort gelegentlich wünschenswert sein. Aber dieser Herr könnte ja auch der Knabe Markus sein, dessen Semester bald einmal zu Ende geht. Keinen Falles soll sich Nelly allein gelassen fühlen. Und keinen Falles sollst du dich dort mit Geschäften überanstrengen, die von Gottes und Rechts wegen meine Sache wären. Nun, über das alles wirst du mir klug und weise deine Gedanken mitteilen, und je nachdem komme ich dann gesaust oder nicht gesaust.

Es ist merkwürdig genug, daß nun diese entscheidungsvollen Tage für mich hier so ganz unter dem Zeichen des Pferdes stehen! Es kam so, daß Gerty Richard und mich eines morgens mit der Nachricht überraschte, sie habe von sich aus in Erfahrung gebracht, wie es mit diesen Tieren in Horgen stehe. Und siehe, es stand sehr gut, so daß wir uns gestern früh fröhlich ein erstes Mal in Marsch setzten. Heute ist nun auch Rudi, der gestern noch sehr muderig13, skeptisch und ungelockt auf die ganze Sache schaute, mitgekommen, und siehe da, er vor Allem ist heute morgen hocherfreut und mit der Parole «Das wämmer no meh mache!»14 zurückgekehrt. Die Tierlein sind natürlich alle ein bißchen munterer als unsere braven Manegegäule in Bonn, aber doch nicht so hitzig wie jener Dragoner von 193215, und verschiedene (es ist |489 ein ganzer kleiner Stall voll da!) durchaus auch zum Tragen zarter Damen fähig und willig. Du mußt nur ein bißchen Freude, Mut und Gewöhnung mitbringen, so erwarten dich in dieser (auch in dieser!) Hinsicht hier schönste Dinge. Ich selbst fühle mich wie neu geboren, seit ich das wieder habe, und ganz zweifellos wird das auch dir zur Stärkung, zum Ausgleich der inneren Funktionen, zum seelischen Frieden etc. etc. dienen. Darum – aber ich will jetzt die bewußte Mahnung, die ich heute früh noch auf einer Karte an Nelly wiederholte, nicht noch ein sechstes Mal zu Papier bringen. Ich sage dir, der Wald ist noch einmal so schön, nun man ihn wieder in der beschwingten Eile dieser Tierlein durchschreiten, durchtraben, durchgaloppieren kann. Ich reite übrigens einen Schimmel. Gerty hat mir ein neues gelbes Jeggjen geschenkt! Heute um 6 Uhr fahre ich nun nach Bubendorf16.

Die Stimmung der Gesellschaft hier ist, von den üblichen kleinen Stauungen abgesehen, sehr befriedigt und befriedigend. Wir sind eben dabei, Richard zu überreden, daß er doch noch diese Woche hier bleibe. Ich verstehe mich wirklich sehr gut mit ihm.

Am Freitag abend haben wir übrigens einen sehr guten französischen Film gesehen, der zu nachdenklichen Gesprächen Anlaß gab, weil man wohl die ganze (oder doch fast die ganze) Rechtfertigungslehre darin veranschaulicht finden konnte.

Ich freue mich aber trotz allem auf die Bücher. Und überhaupt auf die nun wieder in greifbare Nähe gerückte regelmäßige und positive Arbeit. Es wird schön sein, wenn wir unser Studierzimmer erst wieder aufgebaut haben und an unsere nächsten Aufgaben gehen können.

­Liebe Lollo, wie geht es dir? Ich habe noch gar nichts von dir bekommen und werde nun wegen Bubendorf noch länger warten müssen, bis mich etwas erreicht. Ich wüßte vor Allem so gerne, wie es mit deinem inneren Frieden und Gleichgewicht steht, dessen ganze Bedrohtheit in dieser Lage und unter den Umständen dieses Augenblicks mir sehr klar ist. Was machen und sagen Träublein, Frau Schlomka und alle Getreuen? Sollte ich nicht schon zum Abschiednehmen noch einmal dorthin kommen? Es kommt mir so seltsam vor, auf einmal denken zu müssen, daß ich sie alle vielleicht für sehr lange |490 nicht mehr sehen soll. Ich würde mich freilich auch dann durch dich aufs Beste bei ihnen vertreten wissen.

Du hast mir einmal gesagt, daß du die Schweiz auch lieb haben werdest. Ich war so froh, daß du das sagen konntest, und bin nun, da die Würfel so gefallen sind, erst recht froh. Denn was wäre mir die ganze Schweiz, wenn du sie dauernd mit Grimm und Geringschätzung betrachten müßtest?

Von Eduard hörte ich eben telephonisch, daß es im Bericht der deutschen Depeschenagentur heiße, ich sei in «Ruhestand»17 versetzt. Dieser Ausdruck ergötzt mich über die Maßen.

Grüße Nelly und die Büblein! Und natürlich alle die schon erwähnten Lieben Getreuen!

Dein
K.

An dem Zurückgelassenen freue ich mich immer wieder. Leider ist unter meinen Händen ein kleiner Schaden daran entstanden.

Sachfußnoten

1
Therese «Leine» Mosetter, geb. Eyth, war jüngstes Geschwisterkind und konnte als Kind das «K» in «die Kleine» nicht aussprechen und wurde darum auch später «Leine» genannt; Säuglingspflegerin und Kinderhüterin auf dem Bergli bei der mit ihr befreundeten Familie Pestalozzi.↩
2
Richard Karwehl.↩
3
Margarete Karwehl.↩
4
Siehe oben S. 481, Anm. 1.↩
5
Am 22. 6. schrieb Barth dem Chef des Erziehungsdepartements, Regierungsrat Dr. Hauser, durch Eilboten «daß ich bereit bin, einem an mich ergehenden Ruf an die Universität Basel Folge zu leisten. Es würde meine Situation nach verschiedenen Seiten sehr erleichtern, wenn es möglich wäre, diesen Ruf möglichst sofort ergehen zu lassen und ev. gleich zusammen mit meiner Annahme-Erklärung zu veröffentlichen» (KBA 9235.157).↩
6
K. Immer telephonierte nach Rücksprache mit Moderator H. A. Hesse und im Auftrag des Reformierten Bundes in Deutschland mit Barth und bat ihn, sich «für eine freie theologische Hochschule für reformatorische Theologie offen zu halten» (Prolingheuer, S. 200 📖).↩
7
Siehe oben S. 433f., Anm. 20.↩
8
Vermutlich ist der Westfälische Bruderrat gemeint. Er hatte auf der Sitzung vom 15.6.1935 «dem Wunsche des Rheinischen Bruderrats" entsprechend beschlossen, die Möglichkeit einer Fortsetzung der Lehrtätigkeit Barths in Deutschland mit dem Rheinischen Bruderrat zu besprechen (Prolingheuer, S. 196 📖). Diese gemeinsame Bruderratssitzung fand am 25.6.1935 statt. Barth erfuhr von dieser gemeinsamen Sitzung erst durch einen Brief P. Humburgs vom 25.6.1935, in dem er Barth berichtete, «daß meine optimistischen Hoffnungen, wir kämen heute schon zu einer klaren Entscheidung, enttäuscht worden sind» (abgedruckt in: H. Aschermann /W. Schneider, Studium im Auftrag der Kirche. Die Anfänge der Kirchlichen Hochschule Wuppertal 1935-1945 [SVRKG 83], Köln 1985, S. 301f. 📖).↩
9
Die Beschlüsse der Bekenntnissynode der Deutschen Evangelischen Kirche zu Augsburg vom 4. bis 6. Juni 1935 wurden am 12.6.1935 von Präses K. Koch herausgegeben 📖: «Nur für die Synodalen bestimmt! Als Handschrift gedruckt». Vgl. Bekenntnissynode der Deutschen Evangelischen Kirche. Dritte Tagung in Augsburg vom 4.-6. Juni 1935. Verhandlungen, Reden und Beschlüsse. Im Auftrage des Bruderrates herausgegeben von K. Immer, Wuppertal-Barmen o. J. (1935) 📖; Die dritte Bekenntnissynode der Deutschen Evangelischen Kirche zu Augsburg. Texte-Dokumente-Berichte, hrsg. von W. Niemöller (AGK 20), Göttingen 1969, S. 73-93. 📖 – Siehe zur Kritik Barths an den Beschlüssen von Augsburg seinen Brief an H. A. Hesse vom 30. Juni 1935 (Offene Briefe 1909-1935, S. 344-348 📖; Prolingheuer, S. 348f. 📖).↩
10
H. A. Hesse, Aus der Bekenntnissynode in Augsburg vom 4. bis 6. Juni 1935. I. Barmen ­- Dahlem ­- Augsburg, in: 23. Vertraulicher Rundbrief [für Mitglieder des Reformierten Bundes], Wuppertal-Elberfeld, am 13.6.1935, S. 1f. 📖↩
11
Die Landeskirchliche Pressestelle München, Brief No 22 vom 7.6.1935, S. 1-3, brachte als «Mitteilung nur für Pfarrer» einen Bericht von G. Hildmann über die Augsburger Synode. Barth strich sich in der Schilderung der Eröffnungssitzung den Satz an: «Die Bruderschaft des gleichen Blutes war hier erhöht durch die Weihe des gleichen Glaubens.» (S. 2) Im Resümee heißt es: «Durch alle Gespräche und Verhandlungen klang wie ein Unterton das tiefe Bewußtsein, wie sehr wir innerlich zueinander gehören und wie weit Gott schon eine Reichskirche hat wachsen lassen unter uns» (S. 3). Im Brief No 23 vom 19.6.1935 («Mitteilungen nur für Pfarrer»), der in der Beilage Texte der Augsburger Synode enthielt, strich Barth den Vorschlag für eine «Einfügung in das Kirchengebet» aus Anlaß der «Befreiung» «der gefangenen Pfarrer und Gemeindeglieder» an: «Herr, unser getreuer Gott, in aller Ehrfurcht bringen wir heute auch unseren Dank vor Dich dafür, daß Du die Gebete für unsere gefangenen Brüder erhört hast. Durch Deine Barmherzigkeit haben sie wieder in ihre Gemeinden und Häuser zurückkehren dürfen. Gib, daß wir uns durch ihre Heimsuchung zu rechter Buße leiten lassen und zunehmen in der Erkenntnis Deines Willens, Dir und Deiner Kirche zum Preise, uns und unserem Volke zum Segen.» (S. 1)↩
12
Hesse bekennt am Anfang seines Berichtes: «Durch Gottes Gnade dürfen wir fortan von der Bekennenden Kirche in Deutschland sprechen, ‹wie sie in Barmen, Dahlem und Augsburg in die Erscheinung getreten ist› und wie sie nunmehr allen inneren und äußeren Anstürmen zum Trotz in einheitlicher Geschlossenheit vor uns steht.» Die Synode «war längst geplant, wurde aber immer wieder hinausgeschoben, bis jetzt, so dürfen wir hinterher sagen, der rechte Augenblick dafür gegeben war, bis jetzt all das, was uns seit November 1934 auseinanderzubringen drohte, auf eine Art überwunden werden konnte, die keinen von Menschen gemachten Kompromiß, sondern eine von Gott gegebene Heilung bedeutet» (a.a.O. [s. oben Anm. 10], S. 1 📖). In seinem Brief an Hesse vom 30. Juni 1935 fragte Barth: «Besteht wirklich Anlaß zu einem Hallelujah darüber, daß die ‹Linie› inskünftig die Linie Barmen – Dahlem – – Augsburg heißen werde? Ich konnte und ich kann mich dieses Augsburger Religionsfriedens unmöglich freuen.» (Offene Briefe 1909-1935, S. 347 📖; Prolingheuer, S. 348 📖).↩
13
= unwohl, matt, unlustig.↩
14
= Das wollen wir noch mehr (öfter) machen!↩
15
Vgl. Bw.Th. III, S. 318f.334 📖.↩
16
D. h. zu Rolf Eberhard.↩
17
Die National-Zeitung (Basel), Jg. 93, Nr. 283 vom 24.6.1935 📖, übernahm die Mitteilung des Deutschen Nachrichtenbüros vom 23.6.1935 mit der Überschrift: «Professor Barth vom deutschen Kultusminister in den Ruhestand versetzt.» Mit dem Untertitel «Prof. Barth kommt nach Basel» wurde an derselben Stelle mitgeteilt, daß er «eine Berufung an die theologische Fakultät der Universität Basel bereits angenommen» habe (vgl. Prolingheuer, S. 201f. 📖).↩