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von Kirschbaum an B. auf dem Bergli
[Bonn] 27.[6.1935] nachm. [II]
Da wieder ein paar Briefe, die dich auch interessieren mögen. – Mach dir nun
keine Sorgen wegen des Furunkels. Ich tue Alles, es wegzubekommen. Aber diese
Kurzwellenbehandlung strengt sehr an, und nachts kann ich nicht gut liegen. Aber
bald gibt es ja dann wieder
Bergli-Ferien. – Und hier läuft – wie gesagt – Alles gut.
Dein Zimmerlein im unteren Stock – ich weiß wohl, was es
bedeutet – hätte wenn nicht sofort, so mit der Zeit sicher Anstoß erregt,
während N. sich,
wenn sie in der unteren Etage ist, einbezogen fühlt und das unser
Leben gewiß erleichtert. Und heute morgen haben wir also vier Stühle und einen
runden Tisch fürs Studierzimmer gekauft. Die Bezüge sind nicht ganz
befriedigend, aber es eilte, und es war ohnehin nicht ganz leicht, N. zu bestimmen zu
einer Entscheidung. –
Hölschers1 ziehen auch zum 1. Juli um nach Heidelberg,
sehr bekümmert, kein Student besucht seine Vorlesungen! Gelt,
die sind doch Alle noch viel schlimmer dran! – Meldest du dich im
Presbyterium selbst
ab? – Der Hausplan kam heute schon und ein sehr deut|500licher Brief von Marguerite, so daß wir gute Vorstellungen haben. Das
ist jetzt wirklich gnädig gegangen mit dieser Wohnungssuche. Und es ist viel besser,
daß es ohne mich geschah. – Aber nicht wahr, die lieben Schweizer weisen mich
nicht aus? Ich bin doch etwas erschrocken. – Mein Geldlein ist nun also
an eine schöne Couch gegangen. – Grüße Alle. Grieg [?]2?? Ich weiß nicht, Gerty!! Von Herzen