18. September 1932

Karl Barth an Eduard Thurneysen

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Lieber Eduard!

Es ist eine Schande, daß ich auf die vielen und lehrreichen Sendungen, die mir von dir zugekommen sind, noch mit keinem Worte reagiert habe; während ich mich ja noch immer in den Ferien oder doch einer nur durch mich selbst zu bestimmenden Arbeitszeit befinde, ziehst du ja nun schon lange wieder am Kirchenwagen und hast heute morgen Bettagspredigt gehalten. Ich habe mir an der Predigt von Karl Lindt, die mich etwas weniger erfreute als andere von ihm, überzeugen können, was für eine Quadratur des Zirkels da zu lösen ist. Du wirst es schon recht gemacht haben, und ich wäre auch ohne jenes solenne Gedränge von vor 4 Jahren gerne zu deinen Füßen oder wieder irgendwo hoch über deinem Haupte gesessen.

Dein Schreiben an Emil in der Oxford-Sache1 wurde auf dem Bergli der versammelten Gemeine vorgetragen und von Allen sehr gut befunden. Gelt, ich kann doch den Durchschlag behalten? Ich würde froh sein, gelegenttich wieder hineinsehen und auch Andere hineinsehen lassen zu dürfen. Ausgerichtet scheinst du freilich bei dem eigentlichen Empfänger nicht viel zu haben. So geht’s einem: man schreibt einen halben oder ganzen Tag lang — der Andere bekommt’s und liest’s und bleibt an seinem Ort, als hätte man an eine Wand geredet. Ich denke doch, daß gegen die Oxfordbewegung im besten Fall mindestens alles das zu sagen sein wird, was gegen Emil zu sagen ist, und das dürfte nach meinen neulichen direkten Feststellungen nicht wenig sein. Aber man braucht es ja nicht notwendig zu sagen, sondern kann schweigen, und das ist’s, was ich dieser Aufregung gegenüber, wenigstens solange sie mir nicht in Bonn direkt auf den Leib rückt, zu tun gedenke. Und zu Emils Anknüpfungspunktartikel2 will ich, wenn es irgend möglich ist, ebenfalls schweigen, schon um nicht von neuem öffentlich streiten zu müssen. Aber es ist nun eine faule Luft, die in und um ZdZ brütet …

Gestern habe ich hier auch einen reichlich unerfreulichen Einblick getan, nämlich in das Gemüt von — Martin Werner. Er hatte mir ein Kleines Druckwerk von ihm3 zugesandt, das ich verdankte, und auf eine |270 Mitteilung, daß ich hier sei und eventuell zu einer Unterhaltung zur Verfügung stehe, obwohl ich nicht viel davon erwarte4, schnappte er sofort ein, und so saßen wir gestern den ganzen Nachmittag am Ufer der Aare im Dählhölzli5, sahen unzählige Männlein und Weiblein spritzend an uns vorüberschwimmen und unterhielten uns darüber, ob der Text, an Hand dessen der Theologe zu denken habe, wirklich das Weltall als solches sei, ob der liebe Gott wirklich auch die Sünde geschaffen habe, ob die angebliche Tatsache, daß die von Paulus erwartete Parusie «nicht eingetroffen», der Nabel aller theologischen Erkenntnis6, ob Hans Baur ein ernstzunehmender Zeitgenosse sei u. ä. große und kleine Fragen mehr. Er scheint in der Tat etwas gedrückt wegen der völligen Isolierung, in der er sich fühlt, erklärt aber in einer Weise, die wohl zwingt, ihm zu glauben, daß er bei allem Lesen und Wiederlesen sowohl des N. T. als auch unserer und anderer heutiger Bücher zu keinem anderen Ergebnis kommen könne. Ich mußte immer wieder seine ganz eigentümliche Schädelform betrachten und kam von dem Eindruck nicht los: so müssen die Täufer in der Reformationszeit und wohl auch die Häretiker der alten Kirche ausgesehen haben, gewesen und auch dran |271 gewesen sein. Es handelt sich um ein höchst uneindrucksvolles und unliebenswürdiges, weil ganz trockenes, offenbar von nichts als von einem irgendwie angeborenen Irrturn genährtes Rasen, und ich verstehe vollkommen den Instinkt, der die alten Kirchenmänner u. U. dazu veranlassen konnte, dieses widrige Phänomen einfach zu Asche zu machen und solenn in alle Winde zu zerstreuen. Nun, wir verbrannten gestern immerhin nur eine Anzahl von Stümpen7, aber es war mir klarer als je gestern — und ich habe das dem Werner auch in aller Freundlichkeit gesagt —, daß wir es zwar als Schicksal oder Führung8 hinnehmen müssen, mit dem, was in solchen Leuten schließlich nur zugespitzt sichtbar wird, in einer Kirche beieinander zu sein, weil man es am Anfang des 18. Jahrhunderts nun einmal vergessen hat, auseinander zu gehen, wie es sich schlechterdings gehört hätte, daß aber von einem gemeinsamen Glauben usw. keine Rede sein könne. Ob nicht eure Basler Abendmahlstrennung9, bei allem, was dagegen zu sagen sein mag, nicht doch eine Demonstration ist, die an sich gar nicht so übel ist und die einmal in einer Predigt oder besser in einem Vortrag zu erläutern eine ganz gute und dem Frieden dienende Sache sein könnte? Denn auch das gestrige Gespräch schloß nicht unfriedlich, sondern mit meiner milden Mahnung, er möchte doch in Zukunft ja nie mehr so wütend gegen mich |272 schreiben, wie er es damals getan10, sintemal wir so weit auseinander seien, daß es sich vernünftigerweise gar nicht mehr lohne, sich übereinander aufzuregen. — Am Mittwoch werde ich nun noch den anderen bernischen Hauptketzer Eymann, den Anthroposophen, zu hören Gelegenheit haben. Er hält einen Vortrag vor dem kantonalen Pfarrverein11, und da werde ich mich, wie vor einem Jahr in Konolfingen12, als blinder Passagier in einen Winkel setzen, vielleicht auch als steinerner Gast13 mich plötzlich hören lassen — oder auch nicht hören lassen, aber jedenfalls irgendwo eine Rauchsäule verursachen.

Der beiliegend zurückgehende Brief von Homrighausen entspricht einem, den ich erhielt als Antwort auf meinen Protest gegen jene beabsichtigte Zurechtmachung unseres Büchleins.14 Ich glaube, der Mann |273 ist in seiner We[ise]15 eine ehrliche Seele, dem ein gutes ermunterndes Wort, wenn du ihm ein solches schreiben kannst, wohltun wird. Er versteht sehr gut deutsch, schreibt es auch manchmal, aber dann gibt es so große Unglücksfälle, wie wenn ich englisch zu reden oder gar zu schreiben mir gelegentlich herausnehme. Ich lege dir hier ferner meinen nun wieder an den Tag gekommenen Brief an Georg bei; ich muß ihn aber unbedingt wieder haben. Auch so ein Brief, der angesichts jener dir bekannten Antwort darauf völlig umsonst geschrieben sein dürfte.16

Ich habe üble Zeit wegen der politischen Vorgänge in Deutschland, die ich nun wirklich mit größtem Mißvergnügen verfolge, und daß nicht nur Hartenstein, sondern auch alle mögliche andere gute Deutsche auf diese Sache hereinfallen, nicht zu reden von den verschiedenen Schweizern, die sich leicht darin tun, en amateur und weit vom Geschütz das Auftauchen jener energischen Hand mehr oder weniger herrlich und verheißungsvoll zu finden17, das vermehrt nur meine völlige Unlust. So haben die gleichen Kreise 1914 eine Brutalität und Dumm|274heit an die andere gereiht, um ihre Energie zu beweisen18, und der Erfolg kann und wird diesmal nicht besser sein. Was für ein Unsinn diese letzte plump drohende Geste mit dem Panzerkreuzer!19 Ich bin auch dafür, daß Deutschland diese Kähne baut, aber doch nicht, um damit in einem Augenblick wie diesem zu drohen, eine Drohung, hinter der ja doch keine Macht steht, sondern die nur reizen kann. Ich weiß nicht, |275 ob diese Sache für mich nicht damit endigen wird, daß ich mich auf irgendein bernisches Dorf melde. Zu diesem Deutschland, wenn es wirklich wieder kommen würde, habe ich eben kein Verhältnis als das einer gründlichen Abneigung. — Gelt, ich sollte mich nicht ärgern über diesen Spektakel? Mich lieber noch ein paar Fuß tiefer in die Theologie eingraben? Ja gut, aber einmal ist mir alles irrational-kosakische Wesen immer ganz besonders auf die Nerven gegangen, und sodann sind diese Leute es nun, in deren Hand ich mich als Beamter befinde und die einem wohl über kurz oder lang irgend eine reaktionäre neue Verfassung vorlegen wollen, der man dann Treue geloben soll. Nein, ich werde diesmal doch sehr mürrisch wieder über die Grenze gehen, und Lollo wird alle Mühe haben, mich von demokratischen Ansprachen an das Volk abzuhalten. Georg und all das weiche Volk hinter ihm könnten jetzt nachträglich noch recht bekommen!20

Genug für heute. Ich leide auch darunter, daß eine ganze Menge Arbeit (Lektüre besonders!), die getan sein sollte, nicht getan ist. — Es läßt sich nun so machen, daß ich wunschgemäß am übernächsten Dienstag nach Basel komme, am Mittwoch weiter fahre.

Grüße Marguerite. Es grüßt dich
dein
Karl

Nachtrag!

Ich war hier noch ein paar Tage mit Heiner und seiner Frau zusammen. Es ging Alles gut und freundlich. Nur als ich mich erkundigte, wie denn das mit der von ihm vermißten Heranbildung einer zum Mittel|276punkt der Gesellschaft befähigten Frauenschaft stehe, brannte er ziemlich auf: ob denn etwa das für mich nicht auch ein aktuelles Problem sei, freilich ohne daß dann etwa klar geworden wäre, was er eigentlich meint. Das scheint bei ihm überhaupt eine Schwierigkeit zu sein, daß er wohl sehr gewichtig und auch immer sehr polemisch allerlei ankündigen, es dann aber nicht näher erklären kann. So ging es mir mit ihm auch, als ich ihn nach seiner Kritik meines Anselmbuches 📖 fragte. Es kamen wirklich nur einige Allgemeinheiten heraus — obwohl ich ihm das Buch selbst unter die Nase hielt —, mit denen ich nichts anfangen konnte. — Am Mittwoch wird nun Peter auf der Bildfläche erscheinen und damit eine neue Variante des bei uns so kritischen Problems «Brüder unter sich». Meine Mutter läßt dir hinsichtlich Heiners sagen, du möchtest doch ja, auch wenn er dich gelegentlich muderig21 mache, die Geduld nicht verlieren und dich ihm nicht entziehen. Ich sagte ihr schon, das werdest du, so wie ich dich kenne, ohnehin auf keinen Fall tun. Meine Schwester Trudi erwartet ihr sechstes Buschi22 — genau genommen schon ihr achtes. So hat meine gute Mutter wirklich nach allen Seiten immer neue Sorgen.

Ich habe hier die Briefe der Mutter Goethes23 gelesen, und zwar gerne gelesen. Meine Mutter findet sie zwar oberflächlich, aber ich finde das eine sehr gute und allgemein wünschenswerte Sache, wenn eine Frau einen Mann gegen ihren Willen heiraten muß, der etwa so gewesen sein muß wie mein Onkel Fritz in Arlesheim24, und auch sonst reichlich von allerlei Ungemach verfolgt ist — und dann doch von aller, aber sichtlich auch aller Hysterie frei bleibt, immer im Lobpreis für das vorhandene Gute — wenn man das Bein breche, so solle man sich überaus freuen, daß es nicht der Hals gewesen sei25 — und auch faktisch im|277mer vergnügt, für alle Möglichkeiten offen und gegen alle Leute nett, besonders auch gegen die uneheliche Schwiegertochter Christiane Vulpius26 — nein, das muß man gelten lassen, auch wenn es den Rahmen des Gleichnisses da und dort ein wenig zu sprengen droht. — Überhaupt Goethe! Denk, es ist auf dem Bergli dann noch ein paarmal zu richtigen Lesungen aus der italienischen Reise27 und aus den Gedichten gekommen, weil es in mir anfing überzulaufen. Wir haben auch den Aufsatz von Gogarten28 gelesen, aber der fand vor Rudi keine Gnade, sondern er begehrte mehr von Goethe selbst zu hören. Ich finde die Darstellung bei ihm sehr fein und anregend, aber der Schluß mit der «Selbsterhaltung» genügt mir nicht recht, wie überhaupt die Schlüsse nie Gogartens Stärke sind. Es ist ja ein merkwürdiges Zeichen, daß im gleichen Augenblick Brunner zur Oxfordbewegung abschwenkt, ich aber an Goethe samt seiner vergnügten Mutter Einiges zu finden vermag und an dem Tisch, wo einst ZdZ gegründet wurde, «Ilmenau»29 und doch auch einige Perlen aus dem Römischen Elegien30 zum besten gebe.

278 Morgen kommt Prof. Clavier aus Montpellier31 zu mir, ein Unverständiger, den ich schon vor 2 Jahren hier genügend kennen lernte, der aber son interêt vif für die théologie barthienne nicht genug beteuern kann. Ich bin ganz in der Stimmung, ihm kratzig genug zu begegnen. Am Abend kommen dann meine Berner-Bonner Leute zu mir. Werner beklagte sich natürlich über ihre Taten in seinem Seminar32, wogegen ich gegen jenen Versuch, die Leute mechanisch an Bern zu fesseln, den nötigen Protest einlegte. Das Hauptkarnickel in dieser Sache scheint Haller33 zu sein.

Nochmals Gruß!

Zweiter Nachtrag!

Ich bekam gestern einen Brief von dem Mann, der nun bald seit Jahren an der Übersetzung des Römerbriefs ins Englische gearbeitet hat, mit der Nachricht, daß das Werk nunmehr getan sei und in Druck gehe. Dazu einige Fragen über ihm dunkle Dinge, z. B. ob er wohl getan habe, «Rasanz» mit potency zu übersetzen, was gemeint sei mit dem «Tun der Weißgardisten» usw.34 Ich war froh, selber noch ziemlich Alles |279 zusammenzubringen.35 Mein Sohn Hansjoggeli weilt noch immer bei Schilds36 in Dürrenroth und ist dort so gern und so gern gesehen, daß ich mich nun mit seinem und Schilds an Nelly gerichteten Antrag zu beschäftigen habe, er möchte noch ferner und womöglich den ganzen Winter dort bleiben. Er geht bereits dort in die Schule!37

Eine schlimme Nachricht, die leicht noch schlimmer sein könnte: Lollo wäre ums Haar Opfer eines Autounfalls geworden. Ihr Bruder38, der jetzt in der Nähe von Lindau wohnt, holte sie auf ihrer Heimreise dort ab, behauptend, daß er Auto fahren könne, und stieß unterwegs mit einem Lastauto zusammen. Zum Glück ging nur ein Kotflügel zu Schanden, aber ich habe dergleichen gar nicht gerne.39

Von dem Brief von Georg habe ich noch nichts erblickt. Es handelt sich doch nicht etwa um den, den er an Rudi richtete bei Anlaß der ihm übersandten Reisebeschreibung?

Hallo! Eben sehe ich, daß ich ja noch nicht auf die Frage geantwortet habe, die dein letzter Brief an mich richtet. Von den beiden Bonner Studenten kenne ich nur Leonhard Stählin, auf dessen Wunsch ich auch |280 bereits einen Brief an Wirz40 geschrieben habe.41 Er ist eine etwas kompliziertere Gestalt als etwa Otten, aber zweifellos würdig, das beneficium zu erhalten. Wenn für den anderen nicht ganz übergewichtige Gründe sprechen — er ist mir nicht einmal dem Namen nach bekannt —, so dürftest du ruhig dem Stählin die Stimme geben.

Sachfußnoten

1
Vgl. oben S. 260, Anm. 3.↩
2
Siehe oben S. 243, Anm. 34.↩
3
M. Werner, Die Bedeutung Zwinglis für den Aufbau einer modernen Dogmatik (Vortrag, gehalten zu Bern an der Frühjahrskonferenz bernischer Pfarrer), in: Schweizerische Theologische Umschau, Nr. 7 vom 2.7.1932, S. 97–110. 📖 Ein im Karl Barth-Archiv erhaltener Sonderdruck enthält außerdem Werners Artikel Das Verhältnis von Kirche und Staat nach Zwingli (S. 110–112). 📖 ↩
4
Brief an Werner vom 14.9.1932.↩
5
An der der Aare zugewandten Seite des Waldstücks Dählhölzli, einem beliebten Naherholungsgebiet bei Bern, liegt noch heute das «Restaurant Dählhölzli», von dessen Gartenterrasse man einen guten Blick auf den Fluß hat. Vielleicht saßen Werner und Barth jedoch auf einer der zahlreichen Bänke am Ufer.↩
6
Werner legte sein Verständnis der Dogmengeschichte in seinem umfangreichen Band Die Entstehung des christlichen Dogmas problemgeschichtlich dargestellt, Bern/Tübingen 19532 (= Erstauflage 1941) 📖 dar. Demnach stelle das altkirchliche Dogma den Versuch dar, angesichts des Ausbleibens der Parusie die daraus folgende objektive «Notwendigkeit der zwangsläufigen Entaschatologisierung dieses ursprünglich eschatologischen Glaubens» (a.a.O., S. 724) zu bewältigen. Das die gesamte weitere Dogmengeschichte belastende Ergebnis, «eine im Banne weltflüchtiger Mentalität ausgedachte Theorie der Erlösung», habe eine geistige Verarmung und Entfremdung des Christentums vom «personalen Zentrum der menschlichen Existenz und ihren eigentlichen tiefsten Sinnfragen» mit sich gebracht (a.a.O., S. 725). Erst die vom Neuprotestantismus geübte kritische Offenheit gegenüber historischer Forschung und die Befreiung vom altkirchlichen Dogma könne den Weg zum eigentlichen Gehalt der Lehre Jesu frei machen (vgl. a.a.O., S. 727–730).↩
7
Stumpen (Singular und hochdeutsch auch Plural): eine schweizerische Zigarrenart.↩
8
(Ironische) Anspielung auf einen Zentralbegriff der Oxfordbewegung, mit dem Thurneysen sich später in seinem Vortrag Führung. Zur Frage der Geistesleitung, in: Die Furche. Evangelische Zweimonatsschrift für das geistige Leben der Gegenwart, Jg. 20 (1934), S. 83–102 📖, kritisch auseinandersetzte.↩
9
Barth spielt wohl auf die verschiedenen kirchlichen Richtungen an, deren Anhänger in fast allen Basler Gemeinden eigene Gemeindevereine bildeten, z. T. eigene Pfarrer anstellten und nur bei diesen zum Abendmahl gingen. Über diese Richtungen informiert ein Kirchlicher Wegweiser des Kirchenrates (Basel 1931, S. 2) 📖: «Es ist ein Zeichen ernsten religiösen Sinnes und Lebens, daß die Kämpfe neuerer freier gerichteter religiöser Strömungen gegen die Autorität des kirchlichen Bekenntnisses und die Herrschaft der alten kirchlichen Ueberlieferung … kaum in einer andern Schweizerkirche die Gemüter so allgemein und tief ergriffen und zu so scharfen Gegensätzen führten wie in Basel. Wenn Nachwirkungen davon sogar heute noch zu spüren sind, so gelang es doch, die Kirche selbst vor einer unheilvollen Spaltung zu bewahren. Jetzt haben in ihr verschiedene Anschauungen und Richtungen freien Raum, und ihre Verfassung enthält Bestimmungen, welche den Minderheiten ausdrücklich das Existenzrecht in der Kirche und den Anspruch auf Befriedigung ihrer religiösen Bedürfnisse sichern [§§ 6 und 7].»↩
10
M. Werner, Das Weltanschauungsproblem bei Karl Barth und Albert Schweitzer. Eine Auseinandersetzung, Bern 1924 📖; vgl. dazu: K. Barth, Sunt certi denique fines. Eine Mitteilung, in: ZZ, Jg. 3 (1925), S. 113–116. 📖 ↩
11
Ernst Friedrich Eymann (1887–1954), 1928–1944 a.o. Professor für Ethik in Bern, war in seiner Pfarramtszeit in Eggiwil im Emmental (1913–1928) zum Vertreter anthroposophischen Gedankenguts geworden; vgl. Fr. Eymann, Anthroposophie und Theologie. Zur Abwehr, Bern 1940. 📖 Zu dem Treffen vgl. die Notiz von O. E. Straßer unter der Überschrift «Chronik» in: Der Kirchenfreund, Jg. 66 (1932), S. 314f. 📖: «Bemerkt wurde vor allem auch die Anwesenheit von Prof. Karl Barth aus Bonn.» Eymann sprach am 21.9.1932 als Hauptreferent vor dem evangelisch-theologischen Pfarrverein Bern «in freier Zeugnisrede» über Anthroposophie und Christentum «nicht nur aus großer objektiver Sachkenntnis, sondern als ein mit dem Weg der Anthroposophie Vertrauter» (S. 314). «Einzig das kurze Votum von Prof. Werner und Prof. Barth war [sic] davon [scil. von der «unprinzipiellen» Aussprache] eine Ausnahme. Werner gab seiner Freude über den Angriff gegen die neue Glaubenstheologie Ausdruck. Barth forderte die Theologen zum Respekt vor einer Gedankenarbeit, die besonders als im Schatten Goethes stehend, allen Interesses wert sei. Dann aber lehnte er die Gleichsetzung von Anthroposophie mit Christentum radikal ab. Hier gibt es nur ein Entweder-Oder. Warum, führte Karl Barth nicht aus, sondern schloß mit dem Aufruf: ‹Israel hebe dich zu deinen Hütten!› [1.Kön. 12,16]» (S. 314f.; eine offenbar auf diesem Artikel beruhende, verkürzte Notiz in der Rubrik «Chronik» in: CW, Jg. 46 [1932]. Sp. 1054 📖).↩
12
Siehe oben S. 179f.↩
13
Vgl. L. da Ponte / W. A. Mozart, Don Giovanni, II. Akt, Finale I 📖.↩
14
Vgl. oben S. 266, Anm. 11. Am 16.7.1932 hatte Homrighausen Barth gebeten zuzustimmen, daß nur 17 Predigten aus «Komm Schöpfer Geist! 📖» übersetzt und 2 Predigten von E. Brunner dazugenommen würden. Dazu schrieb ihm Barth: «Ich bin ohne weiteres gewiß, auch im Namen von Thurneysen zu reden, wenn ich sage, daß der Gedanke … für uns ganz unannehmbar ist. …Ich habe gegen seine [scil. Brunners] Theologie wie gegen seine Predigt Bedenken und wünsche nicht, mit ihm verwechselt zu werden» (Brief an Homrighausen vom 26.7.1932 [irrtümlich datiert auf: 26.8.]). Homrighausen gab den Plan daraufhin auf, ohne eine Antwort Thurneysens auf seine entsprechende Anfrage an diesen abzuwarten (Brief an K. Barth vom 6.9.1932).↩
15
Original durch Lochung unleserlich.↩
16
Barth hatte auf dem Bergli von einem «Rundbrief» Merz’ nach Bayern erfahren, aus dem hervorging, daß Merz, selber deutsch-national ausgegerichtet, Barths Zugehörigkeit zur SPD als problematisch empfand und auf diesbezügliche Anfragen vor allem mit dem Hinweis auf den loser gewordenen Kontakt zu Barth antwortete. Barth stellte ihm daraufhin die Gründe für seinen SPD-Beitritt dar und beklagte, daß er erst über Dritte von Merz’ — ihm zudem unverständlichen — Sorgen erfahren habe (Brief an Merz vom 10.8.1932; außerdem hatte Barth — nach seinem Brief vom 19.9.1932 an Merz — entgegen Merz’ darin geäußertem Wunsch Kenntnis von dessen Brief an Thurneysen vom 3.8.1932 [vgl. oben S. 266, Anm. 14]). Merz vermutete erstaunt, Barth sei schlecht unterrichtet worden. «Ich habe wirklich nie etwas dagegen gesagt und wüßte nicht, was ich dagegen sagen sollte, daß Du dem Mann mit dem freundlichen Namen Engel Deinen Parteibeitrag zahlst.» Die Fragesteller, treue Barth-Schüler im Pfarramt, hätten jedoch Schwierigkeiten, Barths «‹Gesamthaltung›, wie sie sich neben Deiner theologischen Tätigkeit im engeren darstellt» und für die Barths Parteizugehörigkeit nur ein Beispiel sei, mit seinem Amt als öffentlicher Professor der Theologie in Einklang zu bringen (Brief an Barth vom 13.8.1932). Barth zeigte sich in seiner Antwort an Merz (vom 19.9.1932) betrübt darüber, daß er offenbar nicht verstanden worden sei, und bat ihn, wenn es irgendwie einzurichten sei, um eine baldige persönliche Aussprache. Vgl. unten S. 585, Anm. 7.↩
17
Vgl. unten S. 415, Anm. 20.↩
18
Ähnlich hatte Barth am 16.9.1932 an Wilhelm Wedekind geschrieben: «Mir mißfällt gründlicher — viel gründlicher als mir der Nationalsozialismus je mißfallen hat —, was jetzt in Deutschland politisch gespielt wird. Ich kann es nicht anders ansehen: die gleiche in ihrem Wesen kosakische Mentalität, die schon 1914 mit dem ‹Not kennt kein Gebot› meinte arbeiten zu dürfen, ist nun im Begriff, auch mit der beschworenen Reichsverfassung als mit einem ‹Fetzen Papier› umzugehen und uns zuzumuten, daß wir ihr Walten als das der Vorsehung respektieren sollten.» — Im Reichstag war es am 12.9.1932 zu einem Eklat gekommen, als Papen dem Vorsitzenden Göring während einer Mißtrauensabstimmung gegen die Regierung das von Hindenburg unterzeichnete Dekret zur Auflösung des — erst am 30.8. zusammengetretenen — Reichstags überreichte. Das Ergebnis der dennoch zu Ende durchgeführten Abstimmung war für die Regierung vernichtend. Göring reichte bei Hindenburg Beschwerde gegen die Auflösung ein und erhob Beleidigungsklage gegen Papen. Der vom Reichstag eingesetzte Untersuchungsausschuß verwarf die Reichstagsauflösung als verfassungswidrig, wurde aber weder von Hindenburg noch von der Reichsregierung anerkannt, da er sich nach Überreichung des Dekretes konstituiert hatte. Ein Gerücht von einem Verbot aller Zeitungen, die der Regierung Verfassungsbruch vorwürfen, auf acht Tage, wurde von zuständiger Stelle als grundsätzlich mögliche Maßnahme bezeichnet. Über diese Vorgänge berichteten die Basler Nachrichten zwischen dem 13. und 18.9.1932 täglich, oft in mehreren Artikeln. Vgl. Hillgruber, S. 228f. 📖↩
19
Die Hoffnungen der deutschen Regierung auf Unterstützung ihrer Forderung nach Gleichberechtigung bei den Abrüstungsverhandlungen in Genf durch die Regierungen Italiens und Englands seien enttäuscht worden, berichteten die Basler Nachrichten, doch nun könne sie «schon aus innenpolitischen Gründen» nicht mehr zurück. «Erleidet sie hier eine Niederlage, so ist es um das Prestige nicht gut bestellt, das sie sich in der kurzen Zeit ihrer Amtstätigkeit auf dem Gebiete der inneren Politik und der inneren Wirtschaftspolitik erworben hat. Um ihre Entschlossenheit zum Durchhalten zu beweisen, hat die Regierung der Wilhelmshavener Marinewerft den Auftrag gegeben, den Bau des Panzerschiffes C in Angriff zu nehmen. Die Kiellegung erfolgt am 1. Oktober und in vier Jahren soll das Schiff fertiggestellt sein. Bekanntlich ist noch in den von der Regierung Brüning aufgestellten Marineetat die erste Baurate für dieses Panzerschiff eingesetzt worden. Die Regierung Papen aber hatte die Einschränkung gemacht, den Baubeginn von dem Ergebnis der Genfer Abrüstungskonferenz abhängig zu machen. Da das Ergebnis dieser Abrüstungskonferenz nach deutscher Anschauung höchst ungenügend ist, wird eben mit dem Bau des neuen Panzerschiffes begonnen» (K., Panzerschiff C wird gebaut, in: BN, Jg. 88 [1932], Nr. 255 vom 16.9.1932 📖).↩
20
Vielleicht ist die von Merz in einem Brief vom 3.8.1932 an Thurneysen (Nachlaß Thurneysen 📖) angedeutete Tendenz der NSDAP-Wähler gemeint, in Hitler einen Ersatz für den Monarchen zu sehen: Ein Kollege von ihm führe angesichts des Wahlerfolgs der Partei in bayerischen Dörfern «vieles auf die einfache Tatsache zurück, daß eben diese Partei als einzige systematisch und gründlich und mit allen Mitteln Agitation auf dem flachen Land triebe. Weiter weist er mit Recht darauf hin, daß der Bauer ein Bild in seiner Stube brauche, und weil nun kein Monarch mehr dahängt, muß Hitler erscheinen. Tatsächlich hat ja eine Hitlerversammlung ganz das kultische Gepräge einer alten vaterländischen Kundgebung, für manche noch dadurch reizvoll, daß sich damit der Geist des Evangelisationszeltes verbindet. Aber damit stehen wir doch nur an der Oberfläche. Was eigentlich los ist, wissen wohl die wenigsten. Jedenfalls ist soviel klar, daß Leute in meiner Lage, um es einmal pathetisch auszudrücken, politisch heimatlos sind und daß wir wenigstens das eine Gute geschenkt bekommen haben, daß wir uns für den Rest unseres Lebens um Parteipolitik nicht mehr zu kümmern brauchen.»↩
21
= verdrossen, mißmutig.↩
22
= Baby. Am 19.10.1932 wurde Thomas Lindt geboren.↩
23
Die Briefe der Frau Rath Goethe, gesammelt und hrsg. von A. Köster, 2 Bde., Leipzig 19236. 📖 Zum Leben der Katharina Elisabetha Goethe, geb. Textor (1731–1808), vgl. die Einleitung, a.a.O., Bd. I, S. V-XIX. ↩
24
Vgl. oben S. 239, Anm. 9, und S. 240 bei Anm. 19.↩
25
In einem Brief vom 9.3.1794, als im Zusammenhang mit den Revolutionskriegen wieder einmal Militär bei ihr einquartiert war, schrieb K. E. Goethe an ihren Sohn: «Übrigens befinde ich mich wohl — habe biß auf den heutigen Tag — meinen alten krancken Obersten noch im Hauß müßen eben froh seyn daß es nicht ärger ist — doch mir gefallen so wenig wie dem Eulenspiegel die großen Glücksfälle — wenn mann ein Bein bricht — ists ein großes Glück — das es der Hals nicht war u.s.w.»; a.a.O., Bd. I, S. 253 📖; vgl. dort z. B. auch S. 108.117.134.151.252.256.261f.↩
26
Am 19.10.1806, 18 Jahre nach Beginn ihrer Verbindung, heirateteJ. W. von Goethe seine Lebensgefährtin Christiane Vulpius (1765–1816); vgl. a.a.O., Bd. I, S. XIVf. 📖, und Bd. II, S. 284 (Namenregister). ↩
27
J. W. von Goethes Italienische Reise 📖, nachträglich (seit 1819) aus Briefen und Tagebucheintragungen zusammengestellter Bericht über seine Italienreise von September 1786 bis Juni 1788.↩
28
Fr. Gogarten, Goethes Frömmigkeit, in: Zeitwende, Jg. 8 (1932), S. 161–173. 📖 Gogarten bezeichnet dort (S. 172) «die Selbstbewahrung der sich selbst genugsamen menschlichen Existenz vor ihrer schwersten Bedrohung» als «die ungeheure Leistung der Goetheschen Existenz …, die in der Tat so nur in einer starken Frömmigkeit möglich war». Goethes Frömmigkeit, seine Abwendung vom Leben «in eine geschützte, individualistisch-private Existenz», sein Versuch der «Rechtfertigung des bloßen Menschentums aus sich selbst» sei aber durch die geschichtlichen Ereignisse, besonders der letzten Jahrzehnte, unmöglich geworden. «Es ist uns auf grimmige Weise verwehrt, uns selbst das Wirkliche auszuwählen, mit dem wir umgehen wollen. Die Wirklichkeit hat sich uns ausgewählt, daß sie mit uns umgehe.»↩
29
Gedicht Goethes vom 3.9.1783 📖.↩
30
Gedichtzyklus Goethes, geschrieben während und nach seiner Italienischen Reise (s. oben Anm. 27) und zusammengefaßt in der Sammlung «Elegien 📖» als deren «Erstes Buch».↩
31
Emile François Henri Clavier(1892–1987), 1925–1938 Professor für Neues Testament in Montpellier, anschließend in Straßburg, wo er nach dem Krieg zeitweise auch Religionsgeschichte lehrte. Clavier hatte in Études théologiques et religieuses, Jg. 5 (1930), S. 106–109 📖 drei Bücher über Barth rezensiert: B. Dörries, Am Scheidewege. Ein Wort zu Karl Barths Dogmatik 📖; ders., Der ferne und der nahe Gott. Eine Auseinandersetzung mit der Theologie Karl Barths 📖; A. Oepke, Karl Barth und die Mystik. 📖 ↩
32
M. Werner hielt im SS 1932 ein Seminar mit dem Titel: «Systematische Übungen über moderne Autoren».↩
33
Max Haller (1879–1949), 1906 Privatdozent in Bern, 1921 a.o., 1925–1949 o. Professor für Altes Testament und Religionsgeschichte ebd., war damals Vorsitzender der Theologischen Prüfungskommission. Möglicherweise handelt es sich um einen von ihm initiierten oder unterstützten oder ihm zugeschriebenen Versuch, die Zulassungsbedingungen für das Berner Theologische Examen dahingehend zu ändern, daß den Studenten u. a. ein Studienaufenthalt in Bonn erschwert oder unmöglich gemacht worden wäre. Pläne in dieser Richtung — von denen Barth über Studenten oder über seinen Bruder Peter, der in der Prüfungskommission das Protokoll führte, erfahren haben könnte — ließen sich, auch anhand der Protokolle der Prüfungskommission (im Universitätsarchiv Bern), nicht nachweisen. Eine Revision der Prüfungsordnung, deren Änderungen nicht in die hier zu vermutende Richtung weisen, erfolgte erst 1938.↩
34
Brief von E. C. Hoskyns vom 14.9.1932. Das Wort «Rasanz» begegnet in: Römerbrief 2, S. 213 📖 (bzw. von der 3. Aufl. an S. 211; Zürich 198915, S. 230 📖) und S. 471 (bzw. S. 469; 198915, S. 511); «Tun der Weißgardisten»: a.a.O., S. 472 (bzw. S. 470; 198915, S. 511). — Sir Edwyn Clement Hoskyns (1884–1937), seit 1929 Präsident und Bibliothekar des Corpus Christi College in Cambridge, 1932–1935 «Canon theologian Liverpool Cathedral» (theologisches Mitglied des Kapitels).↩
35
Brief an Hoskyns vom 18.9.1932. Barths Angaben sind verwertet in: K. Barth, The Epistle to the Romans, transl. from the 6th ed. by E. C. Hoskyns, with a new preface by the author, London 1933, S. 485 📖 («potency»; die Stelle S. 213 [bzw. S. 211/230] wurde anderweitig umschrieben) und S. 486, Anm. 1.↩
36
Hans Jakob Barth verbrachte seine Ferien bei Paul Alexander Schild (1884–1966), 1907–1930 Pfarrer in Uerkheim (Kanton Aargau), seit 1930 in Dürrenroth (Kanton Bern), und dessen Frau Hedwig, geb. Mauch (gest. 1954), seiner Patin. Zu P. Schild vgl. Bw.Th. I 📖 und II 📖 (Namenregister). ↩
37
Ein nicht erhaltener Brief Paul Schilds mit dem Angebot, Hans Jakob zu seiner Stärkung noch für längere Zeit in Dürrenroth zu lassen, gelangte über Nelly Barth (als Beilage zu ihrem Brief an ihren Mann vom 16.9.1932) an Karl Barth. Dieser dankte Schild schließlich für die freundliche Aufnahme seines Sohnes, er werde ihn jedoch am 27.9. in Dürrenroth abholen und mit ihm über Basel zurück nach Bonn fahren (Brief vom 19.9.1932).↩
38
Maximilian Eduard Karl von Kirschbaum (1897–1974) lebte seit dem Sommer 1932 in Weiler bei Lindau.↩
39
Diesen Absatz versah Ch. von Kirschbaum auf einem Durchschlag (im Karl Barth-Archiv) mit einer Klammer und notierte daneben: «Eine tolle Übertreibung! »↩
40
D. Jakob Wirz (1870–1944), nach einem Pfarramt in Benken (Kanton Basel-Landschaft) 1911–1941 Hausvater des Alumneums (s. oben S. 264, Anm. 1), seit 1932 zugleich Lektor für Hebräisch in Basel.↩
41
Brief vom 15.9.1932; Stählin hatte Barth um eine Empfehlung gebeten ([4./5.]9.1932).↩