14. Oktober 1933

Eduard Thurneysen an Karl Barth

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Lieber Karl,

da sitze ich nun an deiner Statt an diesem deinem Ort, irgendwie umweht vom genius loci, Birnbaum und Waldrand vor Augen, deiner und Lollos vielfach gedenkend. Ruedi und Gerty sind mit einer Fuhr Kinder im Auto zu Schildius abgerollt, Hansjoggeli auf Gertys Knieen und mit einer blechernen Flugmaschine in der Hand (symbolkräftig, beides: die Kniee und die Flugi — wa?), Marguerite dagegen mit der Forsytesaga 📖1 auf die «Waldwies» zum Lesen. Ihr aber seid wieder getaucht und in voller Fahrt in den deutschen Meeren von 1933, ein paar lebhafte Zeichen habt Ihr uns ja bereits wieder zukommen lassen, worunter die beiden so hoffnungsvollen Briefe von Karwehl2 und von Niesei3! Daß wir täglich Euer gedenken, jetzt aus der Berglimuße heraus besonders, ist klar. Noch stehen ja auch die trefflichen Münchnertage lebhaft genug vor uns. Das Berglidasein ist wie ein einziger Abklang dazu. «Wämmer no meh mache!»4

Unterdessen ist Gogartens umdüsterte Gestalt, begleitet von dem freilich in Gegenwart dieses seines besonderen Meisters völlig, (auch zum Ärgsten) völlig schweigenden Lukas, ein weiteres Mal an mir vorübergezogen. Es war wiederum sachlich natürlich ergebnislos; nur daß er mir eher noch ratloser vorkam und beide noch verwundbarer, Frau Gogarten brach plötzlich mitten im Gespräch einfach in heftiges Weinen aus — es ließ sich schwer etwas Rechtes abklären. Soviel ich merkte, will auch er mit Georg noch einmal Rücksprache nehmen, aber ich denke in dem Sinn, daß er erst recht bei Zw.d.z. bleibt — ob das für Georg tragbar bleibt?? Du bist doch auch der Meinung, daß Gog. das Pro|507tokoll unseres Gesprächs5 zugestellt erhalten soll? Ich warte deine Rückäußerung noch ab, bevor ich es ihm schicke. Er ist richtig verrannt und redet sich in sture Rechtfertigungen des Arierparagraphen und dergl. hinein. Weiter ist Helmi V. aufgetaucht mit seiner von Georg verehrten Frau Maria und brachte Grüße von Euch. Sein Fall ist ja nun «abgeklärt», wenn man das so heißen will.6 Und er will als allerdings zum |508 Nichtschießen verurteilter Zeitgenosse vorläufig draußen auf dem Schicksalsfeld weiter ausharren. Hoffentlich schreibt er nun sein längst geplantes Buch.7 Endlich: Heiner hat seinen Besuch bei Emil und vor allem Gerty ausgeführt und beiden sein Leid wegen mir geklagt und verspricht sich davon Erleichterung der Lage, was mir nicht nur einleuchtet, aber ihm persönlich sicher wohl getan hat. Emil soll jetzt dann in Basel reden, und ich werde durch vorsichtige Zurückhaltung das Meine tun, um Heiner den gewünschten Raum zu geben.8 Er behauptet nach wie vor: mit dir und mit Emilen könne er ausgezeichnet verhandeln, mit mir gehe es nur deshalb nicht, weil ich zu wenig von seiner Lehre verstehe und zu sehr nur (wie er meint: wenig gute) Abwandlungen deiner Sätze von mir gebe. Ich bin ein wenig wehrlos dieser Sicht der Dinge gegenüber. Aber lassen wir’s so gehen. Emil versicherte mir gestern (ich sah ihn kurz), es seien übrigens starke Aussichten vor|509handen, daß Heiner nach Zürich komme an Stelle des eben demissionierenden Freytag9. Das wäre allerdings die Lösung aller seiner Nöte und Fragen. Wie möchte man das für ihn wünschen! Emil will sich völlig für ihn einsetzen, und da sein Freund Spoerri augenblicklich Dekan der philosophischen Fakultät ist, hat er einiges in der Hand. Hoffen wir!

Mein von dir unterdes gelesener Vortrag10 ist natürlich in der vorliegenden Form nicht zu veröffentlichen. Daran habe ich nie gedacht. Mehr als eine flüchtige Skizze ist er nicht. Ich habe ihn auch ganz schnell und in einem Zug diktiert und dann brühwarm vorgelesen. Die Frage ist nur die: ob die Linie, die er in sich hat, als solche dir möglich erscheint, oder ob du die ganze Sicht als solche für abseitig und verzeichnet hältst. Ich bin überhaupt mir darüber ganz klar, daß ich keineswegs über die treffliche Rüstung auch nur von ferne verfüge, in die du etwa deine eigenen Schüler einkleidest und mit der versehen sie dann so ausgezeichnete Manöver vorführen können wie etwa Traub an jenem Abend in München.11 Darüber mußt du dich bei mir nicht täu|510schen: das kann ich niemals nachholen und nachmachen. Und du mußt es mir darum auch ganz ruhig sagen, wenn du jetzt oder bei kommender Gelegenheit denkst, es sei mit der oder jener meiner Arbeiten besser nicht hervorzutreten. Ich werde darüber nie unglücklich sein, weil ich meinen Ort schon kenne und auch halte. Ich bin zwar schon längst vor dem Umsturz dein SA-Mann und Standartenführer gewesen, aber das heißt noch lange nicht, daß ich nun, wo so trefflicher Nachwuchs sich zeigt, weiterhin gerade in der vordersten Front mich hervorzutun habe. Meine Meriten bleiben sicher auch so an ihrem Orte aufgehoben. Ich wußte von jeher, daß ich mehr faute de mieux immer wieder an der Spitze unserer Kolonne auftauchen mußte. An Arbeit, die mir liegt, fehlt es mir wahrhaftig auch so nicht. Vielleicht gehe ich besser wieder einmal an ein Predigtbuch und an Arbeiten speziell aus der Praktischen Theologie.

Das Bergli präsentiert sich im Augenblick ausgezeichnet: Sonnenglanz, Herbstfarben, gute neue Grammophonplatten (Mozart!), Ruedi durch das eben eingetroffene Venedigbuch12 in bester Verfassung, Gerty erfreut durch ein freundlich und, wie es scheint, erhellend verlaufenes Gespräch zwischen mir und seiner merkwürdigen Schwägerin und nicht minder merkwürdigen Mutter, zu der ich an einem Regennach|511mittag durch den Wald von Gerty selber hinübergeführt wurde.13 Unterwegs breitete mir Gerty so schreckliche und greuliche Verwirrungen des Lebens dieser Schwägerin aus, daß ich am liebsten umgekehrt wäre, was aber Gertys darüber ausbrechendem Lachen gegenüber ganz undurchführbar war. So mußte es denn sein und ging also besser ab, als zu erwarten stand. Der schreckliche Bruder14 wurde durch Gerty währenddem weise abgeführt. Eine mehr als seltsame Familie ist und bleibt es, aus der Gerty herauskommt!

Karl, was für gute Tage und Abende hatte unser kleines Team doch in München! Lassen wir uns solche Begegnungen auch künftig wieder — «schenken»! Die Melodie, nach der das geht, kennen wir ja: «so wollen wirs denn wagen …»15.

Morgen Heimfahrt. Und dann bricht vieles wieder los: der Konfirmandenunterricht und der Volkshochschulkurs16, ich kann nur mit Unruhe an beides denken. Aber es muß jetzt sein. Laß wieder von dir hören!

Nelly gehe es so viel besser! Wir freuen uns darüber und lassen es vielmal grüßen.

Herzlich
dein
Eduard

Sachfußnoten

1
Siehe oben S. 220, Anm. 11.↩
2
Barth zugegangener Durchschlag eines Briefes von R. Karwehl an seinen Schwager G. Merz vom 7.10.1933, in dem Karwehl — in Beantwortung eines Briefes von Merz über das Ende von ZZ — dessen geplantes weiteres Zusammengehen mit Gogarten kritisierte und Verständnis für Barths Entscheidung, ZZ zu verlassen, äußerte. ↩
3
Wahrscheinlich Briefkarte Niesels an Barth vom 7.10.1933, in der er schreibt: «Von [O.] W[eber] hat er [H. A. Hesse] gehört, daß Rust bei der Frage der Umbildung der Fakultäten als conditio sine qua non die Bedingung gestellt hat, daß Sie bleiben. Freuen Sie sich auch ein wenig an Ihrer Obrigkeit!»↩
4
= [Das] wollen wir noch häufiger tun.↩
5
Im Karl Barth-Archiv sind zwei Fassungen eines von Thurneysen erstellten Protokolls erhalten: 1. «Sitzung ‹Zwischen den Zeiten› 30. Sept. 1933 in München» (Original und 2 Durchschläge — davon einer mit der Aufschrift «Protokoll für Karl, Herzl. grüßt Eduard»), 2. «Protokoll der Sitzung ‹Zwischen den Zeiten› 30. September 1933 in München», worin die von Ch. von Kirschbaum und K. Barth in einem Exemplar der erstgenannten Version handschriftlich angebrachten kleineren, meist sprachlichen Korrekturen mit einer Ausnahme ausgeführt sind (Original mit Durchschlag und zwei Durchschläge einer textidentischen anderen Abschrift mit einem zusätzlichen Absatz am Ende). Zusammenfassung des Protokolls mit zahlreichen Zitaten bei Lichtenfeld, S. 196.199f. 📖, Faksimile der ersten Seite dort S. 197; zur Sitzung vgl. oben S. 495f., Anm. 8.↩
6
Seit Beginn des SS 1933 versuchte eine nationalsozialistische Minderheit der Betheler Studenten mit gezielten Aktionen (Verweigerung der Teilnahme an Vischers Vorlesungen und Andachten, Schreiben an die Hochschulleitung), Vischers Entlassung zu erwirken — wohl auf eine zu Semesterbeginn ausgesprochene Anweisung des Partei-Kreisleiters hin, eines Arztes der Betheler Anstalt («In diesem Semester fällt Lic. Vischer! Wie ihr das macht, ist eure Sache!» — zitiert bei Bödeker [s. unten], S. 91 📖). Nach einer Vollversammlung der Dozenten und Studenten am 18.5., an der Vischer zu acht Anklagepunkten der nationalsozialistischen Studenten gegen ihn Stellung nahm, verfügte die Kreisleitung der NSDAP seine sofortige Suspendierung, den Studenten wurde unter Androhung des Ausschlusses vom Studium in Deutschland der Umgang mit ihm verboten. Über seine Lage hatte Vischer am 23.8.1933 an Thurneysen geschrieben: «Nachdem ich eigentlich bestimmt dachte, meine Arbeit hier sei durch den Eingriff der Nazi endgültig abgebrochen, habe ich auf einen Brief, den ich an das Kultusministerium geschrieben habe, die Antwort bekommen, Fezer werde im Verlauf der nächsten zwei Wochen die Untersuchung zu Ende führen. Mag diese Untersuchung ausfallen, wie sie will, ich kann jedenfalls vorher keine Bindungen mit der Schweiz eingehen. Auf den 29. August habe ich gestern eine polizeiliche Vorladung erhalten; ich solle den Paß mitbringen. Will Fezer mit mir auf dem Amthaus verhandeln? Oder wollen die Nazi mich vorher von der ‹kriminellen› Seite anpacken?» (Nachlaß Thurneysen 📖). Das Gespräch mit Fezer fand am 5.10.1933 statt. Am 17.10.1933 schrieb Thurneysen an Gogarten: «Helmi Vischer war eben hier. Er hatte sein Gespräch mit Fezer; er darf endgültig nicht mehr lesen; will aber trotzdem jedenfalls für den Winter in Bethel bleiben» (Nachlaß Thurneysen). Nachdem sich verschiedene Bemühungen, eine Wendung zugunsten von Vischer zu erreichen, als erfolglos erwiesen hatten, verließ dieser schließlich im Herbst 1934 Bethel, um die Neubesetzung seines Lehrstuhles nicht länger zu verhindern, und trat eine Pfarrstelle in Lugano an. Vgl. H. Bödeker, Das Sommersemester 1933 — die Vertreibung von Wilhelm Vischer, in: Kirchliche Hochschule Bethel 1905-1980, hrsg. von G. Ruhbach, Bethel 1980, S. 89–97, sowie das Protokoll der Sitzung des Kuratoriums der Theologischen Schule vom 18.9.1933, dort S. 174f. 📖, und ein Mitteilungsblatt der Betheler NSDAP-Ortsgruppe vom Juli 1934, dort S. 178. ↩
7
W. Vischer, Das Christuszeugnis des Alten Testaments, Bd. I: Das Gesetz, München 1934 📖. In Zusammenhang mit seiner möglichen Berufung an das Zürcher Großmünster hatte er am 23.8.1933 an Thurneysen geschrieben: «Was den Wunsch der Zürcher Fakultät betrifft, so habe ich schon lange im Sinn und auch damit angefangen, meine bisherigen Veröffentlichungen zu sammeln und zu ergänzen, so daß eine Skizze vom ‹Christuszeugnis der heiligen Schrift Alten Testaments› entstünde» (Nachlaß Thurneysen 📖). Es erschien später nur noch Bd. II: Die Propheten, 1. Hälfte: Die früheren Propheten, Zollikon-Zürich 1942. 📖 — Vgl. oben S. 192 Anm. 5.↩
8
Auf den Abend von Brunners Vortrag in der Philosophisch-theologischen Vereinigung zurückblickend, schrieb Thurneysen am 8.11.1933 an R. Pestalozzi: «Ein ebenfalls nicht sehr befriedigender Abend war der mit Emil Brunner und Heiner Barth. Ich bin mir aufs neue klar geworden darüber, daß mein Freund Emil dann, wenn er als theologischer Lehrer auftritt, wirklich mich nicht interessieren kann. Es war richtig ein wenig langweilig, wenn auch soweit natürlich gediegen. Es war aber dafür sehr nach Heiners Geschmack. Ich ließ mich nicht sehr weit hervorlocken, sondern stellte nur ein, zwei ‹Fallen› an Emil, die er mit Humor durchschlüpfte. Emil Brunners Auftrag liegt von mir aus gesehen wirklich anderswo, ich würde ruhig sagen im Felde der Praktischen Theologie und der Verkündigung. Er denkt eigentlich auch als Theologe ganz von dort her, und da ist dann irgendetwas mich ansprechendes und warmes dabei, das, auch wenn es theologisch oft hapert, unter einer Gnade steht» (Nachlaß Thurneysen 📖).↩
9
Willy Freytag (1873–1944), 1910 a.o., seit 1911 o. Professor für Philosophie in Zürich, hatte auf Anfang des WS 1933/34 seinen Rücktritt erklärt. Zum SS 1935 wurde der bisherige Titularprofessor Karl Dürr zum a.o. Professor für Logik, Erkenntnistheorie und Geschichte der neueren Philosophie ernannt. Siehe unten S. 607.↩
10
Das Manuskript eines Vortrags «über die Schweizertheologie» (ungedruckt) ist nicht erhalten. Er war offenbar als Heft 3 oder 4 der neuen Schriftenreihe «Theologische Existenz heute» vorgesehen (s. unten S. 512, Anm. 2).↩
11
Auf Einladung K. G. Stecks, damals Vikar Meisers in München, hatte H. Traub Ende September 1933 einen Vortrag vor der deutsch-christlichen Münchner Pfarrerschaft über das selbstgewählte Thema «Die Kirche in der Zeit» gehalten. Über den Abend schrieb Pfr. D. H. Traub: «Der Vortrag bestand also in hoher Wissenschaft, durch die ich ab u. an unsere Lage blitzen ließ. Am Ende machte ich aber dann noch einen ganz kurzen harten Schlag. Der Vortrag fand in der Schillerstr. im Hospiz 3 Löwen statt. Ich hoffte sehr, daß Barth erscheinen würde — mir zur Hilfe. Aber er kam nicht. Es waren ca. 60 Pfarrer da. Die hörten sich auch brav die akademisch-hohe Theologie an, merkten aber nichts. Deshalb meinte ich, den ‹harten› Schluß noch deftiger machen zu müssen. Er bestand aus einigen Sätzen, die ich so nicht mehr weiß. Das aber: Wenn Ihr so handelt, wie jetzt geschehen (Einführung des Rei[chs]bi[schofs am 27.9.1933] usw.[)] … ‹dann habt Ihr kein Recht mehr zu singen: Nehmen sie den Leib / Gut, Ehr u. Weib / Laß fahren dahin / sie haben kein Gewinn / das› und nun änderte ich den Text und schrie: das ‹Wort muß uns doch bleiben›. Darauf gab es, harmlos ausgedrückt, einen brüllenden Aufstand, man griff mich — wörtlichst — an den Armen und setzte mich vor die Tür, durch die ich, sie öffnend, sofort wieder hereinkam, mich auf meinen Stuhl setzte, um mir den feurigsten Segen überschütten zu lassen. Doch langsam wurden selbst die Bayerischen Gemüter ein wenig ruhiger, u. als ich mich zur Seite wendete (es war die rechte! so genau habe ich die Szene im Gedächtnis) sah ich Barth, Thurneysen u. Lempp. Ich seufzte auf: So, jetzt kommt die Rettung. Aber das dauerte dann doch noch. Dann erhob sich der milde Thurneysen u. versuchte Ruhe zu schaffen. Dann sagte KB nur wenige Sätze.» Damit ging das Treffen zu Ende. Als Traub Barth nachher grollend fragte, «weshalb er mich nicht völlig verteidigt hätte, lachte er mich laut an: ‹Wenn ich einen Satz mehr gesagt hätte, dann wäre ich geplatzt und mir wäre es dann ganz anders als Dir ergangen›» (briefliche Auskunft vom 15.2.1993). Im Rückblick auf das Ereignis schrieb Lempp am 12.10.1933 an Barth: «Der Höhepunkt war und bleibt der Diskussionsabend mit dem Referat von Hel[l]mut Traub, an dem zum Schluß eine große Beglückung durch alle Hörer ging, als Sie doch noch wenigstens die Fragestellung in einigen Noten des heutigen Tages in Ihrem Sinn machten. Leider ist die Begeisterung bei einigen Teilnehmern nachher wieder abgeflaut, aber ich bin sicher, daß viele wirklich etwas neues gehört haben.»↩
12
R. Pestalozzi, Venedig mit der Leica, München 1933, mit einem kurzen Text (S. 7–12) 📖 und auf einer sechstägigen Reise im Februar 1933 entstandenen Photographien; der Bildband trägt die Widmung «Meinem Freunde Karl Barth».↩
13
Dr. med. Irma Eidenbenz, geb. Eckert (1907–1986), 1919–1933 Assistenzärztin in Zürich, seit 1930 verheiratet mit R. E. Eidenbenz, und ihre Schwiegermutter, die Mutter von Gerty Pestalozzi, Anna Eidenbenz, geb. Stockar (1870–1960).↩
14
Dr. phil. Richard E. Eidenbenz (1903–1986), Klavierlehrer und zeitweise Dirigent in Zürich, später als kaufmännischer Angestellter in R. Pestalozzis Firma beschäftigt.↩
15
Die 11. bzw. 9. und letzte Strophe des Liedes «Kommt, Kinder, laßt uns gehen» von Gerhard Tersteegen beginnt mit den Worten: «Drauf wollen wirs denn wagen …» (1738) (EG 393; GERS 327) 🎵.↩
16
Vom 24.10. bis Dezember 1933 hielt Thurneysen im Bischofshof vor 323 Teilnehmern insgesamt 9 Vorträge über das Thema «Der Mensch von heute und der christliche Glaube». Im Progamm der «Volkshochschulkurse an der Universität Basel» (für das WS 1933/34) 📖 waren im einzelnen angekündigt: «Einleitung: Das Wesen des modernen Menschen in seinem Verhältnis zum christlichen Glauben. Drei Problemkreise: 1. Moderne Welterklärung und christlicher Schöpfungsglaube. 2. Die moderne Lebenshaltung und der christliche Glaube an eine Verantwortung. 3. Der moderne Individualismus.»↩