Brief Nr. 182 · 16. Januar 1935

Charlotte von Kirschbaum an Karl Barth in Grindelwald

428

182

Lieber Karl!

Eigentlich sollte ich im Kurhaus sitzen und einer Einladung von Präses2 Folge leisten. Die ganze Gesellschaft ist drüben. Aber ich war reichlich müde – es ist doch wieder neun Uhr abends geworden –, und dann wollte ich dir auch einmal ein bißchen ausführlich schreiben. Denn in Bonn werde ich dann ja sogleich wohl auch nicht dazu kommen, wenn es wirklich Samstag nach Elberfeld gehen soll.

Also zuerst: Es ist ganz wunderschön, daß jedesmal, wenn ich müde aus dem Sitzungszimmer komme und beim Portier mein Auge fragend über die Postfächer gleitet, ein Gruß von dir unter Zimmer 39 liegt. Jetzt eben dein Brief aus Bern mit dem guten von Lukas Christ. Ich danke dir sehr, sehr dafür. Es ist, wie wenn du wüßtest, daß ein wenig Trostbedürftigkeit hier doch vorhanden ist. Heute um zwölf Uhr – wir tagten emsig – dachte ich ganz plötzlich an deine Abreise aus Bern. Nun bist du in Grindelwald und findest dort meine etwas bekümmerte Karte von gestern. Inzwischen ist ein Tag vergangen, wieder ein Tag mit viel, viel Reden. Ich will damit nicht sagen: unnützem Reden. Und ich will damit noch weniger sagen, daß ich nicht doch sehr froh darum bin, das hier mitmachen zu dürfen. Das Thema |429 «Staat und Kirche» stand heute zur Diskussion, ein geradezu verblüffend simpler Vortrag von Pfr. Schmidt3-München, der alle, aber auch alle Unmöglichkeiten des Luthertums enthielt, und ein ausgezeichneter von de Quervain4 beschäftigten uns am Vormittag nach einer wirklich auch guten Bibelarbeit von dem Reformierten Albertz5. De Quervain hob das Niveau spürbar, es war auch notwendig, und, was mehr ist, er machte die Sache erst im eigentlichen Sinn ernsthaft und rückte sie in den Bereich der existentiellen Entscheidung. Ich war ihm sehr dankbar. – ­Nachher ergriff noch Fiedler das Wort zu einer guten und klaren Ausführung. Um drei Uhr ging man zum gemeinsamen Mittagessen. Asmussen frug, ob er sich zu mir setzen dürfe, Karwehl hatte dies schon vorher getan, und schließlich kam auch noch Dr. Stoevesandt. Da wurde das ein munteres und gutes Reden, das wir im Anschluß an das Essen noch bei einem Kaffee fortsetzten. Asmussen mußte in einen Ausschuß gehen, und statt seiner setzte sich Voget6 zu uns, ich glaube, ein Bruder des anderen Uelsener7, und mit ihm, Karwehl und Stoevesandt haben wir dann sehr ernsthaft über Gemeindearbeit gesprochen, und ich vergaß fast, daß ich kein Pastor war. |430 Stoevesandt ist nett zu mir, sehr offen und gut. Überhaupt, sie sind alle nett zu mir. Mit Heinz Vogel8 ist es in den zwei Tagen eine ganz richtige Kameradschaft geworden, und er fragt mich vor seinen Voten fast, wie wenn du es wärest. Das beschämt mich ganz. Er ist ein gutes und tapferes Vögelchen. Selber das Wort zu ergreifen, halte ich nicht für angebracht, wohl aber beteilige ich mich an den Abstimmungen. Wenn jeweils die Diskussion sich teilt in einen lutherischen und reformierten Konvent und die Reformierten den Saal verlassen, wird mir das Herz schwer. Karl, was ist das mit den Lutheranern? Sie sind fürchterlich, besonders die Bayern und Hannoveraner. Und ausgerechnet das ist mein Blubo9!!! Eine kleine Minderheit: Asmussen, Vogel, Karwehl kämpft verzweifelt dagegen an. Sie tun mir in der Seele leid. Denn die Armen gehören wirklich eher zu den Reformierten als zu diesen lutherischen Brüdern. Mir selbst geht es ja auch so. Diese Unklarheit, um nicht zu sagen Unaufrichtigkeit in der Argumentation. Das kam heute geradezu klassisch zutage bei dem Thema Staat. Aber vielleicht sind wir zu anspruchsvoll, vielleicht ist es schon ganz viel, was sie an Ketzereien nicht mehr sagen. Der 13. Januar10 blieb in der Versammlung ohne jeden Kommentar!! Deine Furcht in dieser Hinsicht ist un[begrün]det11. Und das ist vielleicht sehr viel, wenn wir ein Jahr zurückdenken. Aber daß die Spaltung in der lutherischen Kirche früher oder später einmal offen ausbricht, das scheint mir nach diesen zwei Tagen ganz deutlich. Es ist ja alles so seltsam in Dunkel gehüllt im Augenblick. Vielleicht vollziehen sich da unter Krämpfen ganz wichtige Entscheidungen gerade in dieser lutherischen Kirche. Nur wir sehen es noch nicht. – Die Reformierten sind sehr gut, geschlossen, konzentriert, streng besinnlich auf die Schrift. Da werden keine Kompromisse mehr gemacht. Am wenigsten gut vielleicht die Herren aus dem Kirchenregiment Niesel und Humburg, und zwar darin weniger gut, daß sie als Vielbeschäftigte über die Szene gehen, während Immer12, Obendiek, de Quervain, Albertz redlich Arbeit |431 leisten. – Präses Koch begrüßte mich heute sehr freundlich und gab mir einen ganz herzlichen Gruß an dich auf. Er mutet während der Sitzung auch seltsam apathisch an, während sein Geschäftsführer Weber13 es ordentlich macht. Ich schreibe treu mit, und vielleicht kann ich dir nächste Woche einige Leseblüten schicken. – Frl. S[eifert] ist nicht so gut mit drin, sowohl menschlich – ich suche möglichst, sie nicht allein zu lassen, aber andererseits lasse ich mich auch rufen von denen, die mit mir über dich sprechen wollen – und sachlich ist sie doch nicht genug vertraut mit der theologischen Terminologie, um nicht sehr angestrengt zu sein und ein wenig mutlos dann und wann zu werden. Dazu kommen aus der Nähe einige merkwürdige und etwas ältliche Besorgtheiten in gesundheitlicher Hinsicht, die sie hemmen. Aber wenn wir allein sind, haben wir es gut und friedlich. Sie läßt dich sehr grüßen.

Ein gutes Gespräch hatte ich heute auch mit Karwehl. Das ist ein vortrefflicher Mann, sehr besorgt über seinen Schwager Georg14. Wir haben uns gut verständigen können. Aber von dem allen muß ich dir dann später noch erzählen. – Vogel meinte heute abend, es sei doch gut, daß du dich nicht wieder mit ärgern müßtest. Du zögest vielleicht den Schluß, hier deine Zelte abzubrechen. Ich lachte und sagte, vielleicht auch das Gegenteil. Wenn das Schlachtpferd die Trompete hört, horcht es auf!! – Nein, denk, trotz allem und allem (ich hatte heute abend einen Magenkrampf vor Ärger über die Lutheraner, worüber |432 Vogel fast Tränen lachte): ich würde doch nicht sagen können, daß hier nicht Kirche kämpft, und zwar eine doch und trotz allem auch von Karl Barth belehrte Kirche. Es bleibt ein Rest, und um dieses Restes willen lohnt sich Alles. Denk einmal zehn Jahre zurück: Wäre es möglich gewesen, daß da eine Schar von 50-60 Pfarrern zusammensitzt und sich wirklich von morgens bis abends den Kopf zerbricht über theologische Fragen? Damit tröstete ich heute morgen Asmussen, der ja gestern abend so elend war und so mutlos. Er scheint immer gewillter, den offenen Zwiespalt in der lutherischen Kirche nicht mehr länger zu verhüllen. Heute mittag sagte er zwar zu Voget: «Sie müssen aber nicht glauben, daß ich eine heimliche Liebe zu Ihnen Reformierten habe», worauf ich ihm nur lachend einwerfen konnte: Das sage man nie, wenn man eine heimliche Liebe habe. – – Wir können es menschlich so gut miteinander, und ich mag ihn einfach gern, wenn ich auch vielleicht in den Tagen theologisch oder besser vielleicht in seiner theologischen Sprache das deutlicher sehe, was dich manchmal etwas besorgt macht. Vogel ist da vorsichtiger.

Ach, lieber Karl, da erzähle ich dir so ein wenig unzusammenhängend und zufällig von all dem bunten Treiben um mich herum. Es ist ja nur, weil du immer und überall dabei bist. Frl. S. liegt schon im Bett. Ich gehe jetzt mit diesem Brief an die Bahn. Eben habe ich noch mit de Quervain zu Abend gegessen. Ein seltsames Männlein, menschlich so unruhig und unsicher und theologisch einfach gewaltig heute. Er kommt immer wieder zu mir, ist dann aber wie zerstreut und abwesend, so daß ich große Mühe im Gespräch habe. Jetzt reist er heim. – Die Nachrichten von dem Klatsch über uns reicht[en] nicht aus zu einer echten Beunruhigung bei mir. Die lutherischen Brüder wirken in dieser Hinsicht verstockend auf mich, besonders der gute, ach nein, auch wieder gar nicht gute Pfr. Schmidt aus München. Was sind das für Leute. Er sagte wörtlich: Und das sage ich ganz offen: ich bin für eine handfeste Ethik!! Asmussen polemisiert viel gegen die Schöpfungsordnungen, de Quervain dito. Sie wissen, warum. Mißversteh mich nicht, ich weiß schon, daß das nichts mit uns zu tun hat. Aber ein bißchen Gerede ist vielleicht noch lange, lange nicht das Schlimmste.

H. Traub hat heute geschrieben. Sein Pfarrer hat sehr gut von dir gesprochen: B., der uns alle wach gerüttelt hat, ohne den überhaupt der Kirchenkampf nicht möglich geworden wäre!! Träublein ist ganz |433 glücklich. Er ist doch ein guter Mensch und liebt uns treu. – Morgen abend fahre ich heim, bin um 12 Uhr in Bonn. Aber vorher ist noch ein strenger Tag mit Vorträgen und Diskussionen. Thema: Bekenntniskirche, Freikirche, Volkskirche.15 – Da mag es lustig werden mit Hannover und Bayern, sofern das letztere überhaupt vertreten ist. Die Leutlein sind nicht gekommen, wie wohl überhaupt das ganze Unternehmen etwas gegen die Bischofsbewegung zu verstehen ist als Stärkung des Bruderratselementes. Heute wurden große Bilder von dir verkauft, die neulich in Detmold16 entstandenen vergrößert. Das war sehr merkwürdig für mich, als ich so offiziell plötzlich diese Bilder auf dem Tisch liegen sah!! Hellbardt17 hatte den Verkauf übernommen. –

Nun bist du in Grindelwald, weit weg von hier. Aber ich bin so nah bei dir. Und ich bin in diesen Tagen so selbstverständlich unter deinen Fittichen all diesen Menschen gegenüber, daß mich das ganz dankbar macht, Ihnen und dir, vor allem dir, gegenüber.

Mit der Notiz in den Basler Nachrichten18 sind wir alle sehr einverstanden. Humburg will die Sache nicht ruhen lassen. De Quervain sprach heute sehr scharfe Worte über die Behandlung deiner Angelegenheit von der «Vorläufigen»19 (man nennt sie nur mehr die Vorläufige, und zwar ganz offiziell in den Aussprachen). Auf eindeutiges Zudirstehen darfst du unbedingt bei den Reformierten zählen und bei den heimatlosen Lutheranern. Die vollbäckigen trauen dir nicht, und mit Recht!! – Der Gedanke der Fr. Fakultät20 kommt in einer Man|434telnote auch zu den Beschlüssen dieser Tage, die du bald formuliert lesen kannst. Im wesentlich[en] läuft dies ganze Unternehmen auf eine Feststellung des Tatbestandes hinaus: Wer steht treu zu Barmen-Dahlem und ist zuverlässig in dieser Hinsicht? – soviel ist mir in den zwei Tagen klar geworden. Quantitativ wird das Ergebnis dabei auf ganz Deutschland sicher nicht groß sein, obwohl Herr von Arnim 21 gestern mit unnachahmlicher aristokratischer Würde zu Georg sagte: Was wollen Sie eigentlich immer mit Ihrer lutherischen Kirche von Bayern?? Sie ist vielleicht, nein höchstens so groß wie die der Kurmark, also ein Bruchteil unserer preußischen Landeskirche. Und die steht unerschüttert zu Barmen!! – Das löste Heiterkeit in der ganzen Versammlung aus, und Georg hat ja dann auch Humor genug, um mitzulachen. Aber über Georg müssen wir noch reden. Es war erschütternd, gerade weil er menschlich so offen war wie seit vielen Jahren nicht mehr und es einfach aus ihm herausbrach, daß er dich liebt und daß er ja keinen wirklichen Freund mehr hat. Aber theologisch ist er traurig dran. Er ließ sich von mir seinen Vortrag kritisieren, hörte zu und hörte es ganz aufgeschlossen, als ich sagte: Georg, du bist aus einem Rechtsanwalt ein Staatsanwalt geworden. Und das ist schlimm. – Er bat förmlich darum, daß wir beide ihn nicht aufgeben. Und nachher in der Versammlung sagte er doch wieder diese merkwürdig versteiften lutherischen Dinge. Er glaubt das tun [zu] müssen. Wenn man ihm nur das ausreden könnte. Wie er auch glaubt, dir widerstehen zu müssen, weil du jetzt dir selbst untreu werdest und in die Sünde der Religiös-Sozialen22 fallest. Mißverständnis über Miß|435verständnis! Damit hatte er auch R. Karwehl ganz verwirrt, und wir waren beide froh, das in einem Gespräch heute klären zu können.

Frl. S. schläft. Ich will abbrechen, obwohl ich mich ungern trenne. Verzeih, wenn alles ein bißchen durcheinander geht in dem Brief. Der Kopf summt mir noch, der Magen schmerzt noch etwas, aber das Herz ist wach [vgl. Hld. 5,2]. Ja, das ist es. – Hab es gut mit deinem Freund, fall ja nicht in eine Gletscherspalte und schreib mir einmal wieder. Wenn du da wärest, würde viel passieren.

Deine
Lollo

Sachfußnoten

1
Versehentlich datiert 16.1.1934.↩
2
D. h. Präses K. Koch.↩
3
Der Vortrag Kirche und Staat nach dem lutherischen Bekenntnis von Lic. W. F. Schmidt ist abgedruckt in: Reformation oder Restauration, hrsg. von K. Immer, Wuppertal-Barmen 1935, S. 23-37 📖 (auch abgedruckt in: JK, Jg. 3 [1935], S. 186-198 📖). – Wilhelm Ferdinand Schmidt (1899–1980), Lic. theol., 1933 Pfarrer in München, 1.2.1935 Beurlaubung zur Dienstleistung bei der VKL.↩
4
A. de Quervain, Staat und Kirche, in: Reformation oder Restauration 📖, a.a.O., S. 38-48 📖.↩
5
Martin Albertz (1883–1956), Lic. theol., 1931-1953 Pfarrer und Superintendent in Berlin-Spandau, 1935-1941 nach Amtsenthebung Leiter des Theologischen Prüfungsamtes der Bekennenden Kirche Berlin-Brandenburg, 1936-1945 Vorsitzender der 2. VKL, ab 1946 Dozent für Neutestamentliche Theologie an der Kirchlichen Hochschule in Westberlin und Professor für reformierte Theologie an der Humboldt-Universität in Ostberlin.↩
6
Vermutlich Julius Voget (1884–1970), 1910-1920 Pastor in Georgsdorf (Grafschaft Bentheim), 1920-1930 in Bunde (Ostfriesland), seit 1930 Pfarrer in Wuppertal-Unterbarmen.↩
7
Vermutlich ist Landeskirchenrat Pastor Carl Octavius Voget (1874–1936) gemeint, seit 1929 Pfarrer in Stapelmoor (Ostfriesland), ein Vetter von Julius Voget. C. O. Voget war Mitunterzeichner des unter maßgeblicher Beteiligung Barths zustande gekommenen «Uelsener Protokolls» (s. dazu Bw.Th. III, S. 803f., Anm. 26 und 27 📖 [dort ist statt Carl Otto zu lesen: Carl Octavius]).↩
8
Heinrich Vogel.↩
9
Siehe zu der ironischen Bezugnahme auf die nationalsozialistische «Blut- und Boden»-Ideologie oben S. 398, Anm. 13.↩
10
Siehe zur Abstimmung über die Rückgliederung des Saarlandes in das Deutsche Reich oben S. 423, Anm. 6.↩
11
Unvollständigkeit des Wortes aufgrund eines Seitenwechsels.↩
12
Karl Immer (1888–1944), 1914-1916 Pfarrer in Rysum bei Emden, 1916-1918 Feldprediger an der Westfront, 1918-1925 erneut Pfarrer in Rysum, 1925-1927 Direktor des Erziehungsvereins in Neukirchen, 1927-1944 Pfarrer der reformierten Gemeinde (Wuppertal-)Barmen-Gemarke, Mitglied des Reichsbruderrates und des preußischen Bruderrates, «Pressebischof der BK», Verleger von «Unter dem Wort», in dem fast sämtliche Druckschriften der BK und alle Synodalberichte erschienen.↩
13
Gotthilf Weber (1900–1987), 1928-1931 Pfarrer in Haiterbach, 1931-1936 Geschäftsführer beim Evangelischen Volksbund und 1933-1936 bei der Landesstelle des evangelischen Gemeindedienstes in Stuttgart, hatte sich 1933 eine Zeitlang den Deutschen Christen angeschlossen, war jedoch im Herbst 1933 zur Bekennenden Kirche übergegangen, seit 1935 im Büro der Bekenntnissynode in Bad Oeynhausen bzw. Mitarbeiter der VKL und Stellvertreter von Präses K. Koch, Mitglied des Reichsbruderrates, 1936-1947 Pfarrer in Schwenningen, 1947-1950 Dekan in Göppingen, 1950-1967 in Stuttgart-Bad-Cannstatt.↩
14
Georg Merz.↩
15
Siehe dazu die Thesen der Rüstzeit unter III. Volkskirche, Freikirche oder Bekenntniskirche?, in: Die Bekenntnisse und grundsätzlichen Äußerungen zur Kirchenfrage, Bd. 3: Das Jahr 1935, hrsg. von K. D. Schmidt, Göttingen 1936, S. 51 📖 (vgl. oben S. 423, Anm. 1.). – Vgl. dazu Barths im Oktober 1936 in Ungarn gehaltenen Vortrag Volkskirche, Freikirche, Bekenntniskirche, in: EvTh, Jg. 3 (1936), S. 411-422 📖.↩
16
Siehe oben S. 406–409.↩
17
Hans Hellbardt (1910–1944), 1932/33 Vikar in Bonn, 1934/35 in Düsseldorf, 1934/35 Mitglied der «Bruderschaft junger Theologen», 1936-1940 Dozent am Reformierten Predigerseminar der BK, dann an der Theologischen Schule in Wuppertal.↩
18
Siehe oben S. 419, Anm. 1.↩
19
Siehe oben S. 405, Anm. 13, sowie S. 408f., Anm. 15.↩
20
Der Gedanke, den «Erklärungen» zu den drei Themen der Rüstzeit, die «zur Vorlage an den Bruderrat der Deutschen Evangelischen Kirche» formuliert wurden (vgl. Reformation oder Restauration, a.a.O. [s. oben Anm. 3], S. 21f.49.77f. 📖) eine «Mantelnote» beizugeben, ist nicht ausgeführt worden. In ihr hätte auch die Gründung einer «Freien Fakultät» angesprochen werden sollen. Der Plan, den der Reformierte Bund am 20.2.1935 aufgriff, hatte das Ziel, «daß Barth dort […] im Auftrage des Reformierten Bundes seine Vorlesungen und Seminare fortsetzen kann» (Prolingheuer, S. 150 📖).↩
21
Detlev von Arnim-Kröchlendorff (1878–1947), aktiver Offizier, Rittergutsbesitzer (Kröchlendorff bei Prenzlau), 1934 Mitglied des Hauptvorstandes der Evangelisch-Lutherischen Vereinigung in Altpreußen, des Deutschen Evangelischen Kirchenausschusses, des Reichsbruderrates, des Lutherischen Rates, 1936 Mitglied des Rates der DEK und Vorsitzender des lutherischen Konvents der Bekenntnissynode der DEK.↩
22
G. Dehn beschrieb als ehemaliger Religiös-Sozialer diese «Sünde» als die theologische Deutung eines profanen Geschehens auf einen darin vermeintlich zu erkennenden Ruf Gottes hin. Vgl. Dehns Darlegung nach dem Rundbrief von E. Küppers vom 11.11.1933 bei Prolingheuer, S. 238 📖; Busch, Reformationstag 1933, a.a.O. (s. oben S. 422, Anm. 4), S. 68 (und S. 85f.) 📖.↩