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12. November 1934
Hier in Abschrift den soeben eingetroffenen Brief von Brunner.1 Das geht doch nicht, oder? Ist da nicht etwas Krankhaftes dran, auch in der unerlaubt saloppen Art, in der er immerhin so wichtige Briefe schreibt? K. L. Schmidt wußte an Wolf zu melden, daß das «Nein
📖» wie eine Bombe eingeschlagen habe in Zürich.2 —
752 Und noch etwas: Gerty schreibt mir heute aus London von einem Artikel in den B. N. über die «Neukonstituierung der D.E.K.», in dem anscheinend das Kabinett Breit schon namentlich genannt war.3 Diese Nummer — ich glaube 8. November — haben wir nie bekommen. Könntest du sie uns in einem Umschlag zuschicken? Wir wären dir sehr dankbar.
Dank für Marguerites Karte. Wir erwarten Nelly also morgen Abend. Wie gut wäre es, wenn in der Tat durch Fränzelis Schritt in ihrem (Nellys) Leben eine neue Dimension aufginge, die ihr neuen Mut gibt und die hier entlastet. Wir wären so dankbar dafür. — Grüße Alle. Karl ist sorgenvoll, auch um die Auswirkung aller Beschlüsse für alle die Pfarrer draußen im Lande. Es kann für den Einzelnen sehr schwer werden. Morgen versammelt er die hiesigen Pfarrer um sich, um alle Detailfragen mit ihnen zu besprechen. Sie baten ihn darum. Soeben hielt Hellmut Traub die Aufnahmeprüfung ins Seminar4, es waren etwa 100 zugegen, mehr als je. Und nun gehen wir zusammen an die Durchsicht und Auslese der 30 Bevorzugten, während Karl ununterbrochen über Offenbarung und Religion5 nachdenkt!!
Lieber Eduard, seid gegrüßt von uns, herzlich und dankbar.