Nach der Besetzung Norwegens durch deutsche Truppen im Jahre 1940 und der Einsetzung einer faschistischen Regierung unter Ministerpräsident Quisling kam es zu Auseinandersetzungen mit der evangelischen Kirche, die sich gegen Gewaltakte der norwegischen Nationalsozialisten und Übergriffe auf die Kirche wandte.1 Der Konflikt spitzt sich Anfang 1942 immer mehr zu: Aus Protest erklärten im Februar sieben Bischöfe, darunter E. J. Berggrav, ihren Rücktritt; sie wurden durch Anhänger Quislings ersetzt, Berggrav wurde bedroht und unter Hausarrest gestellt. Am 23.3. trat der Kirchenkampf in eine neue Phase ein: In fast allen norwegischen Kirchen wurde eine Erklärung verlesen, die den Ansprüchen des nationalsozialistischen Staates auf Gestaltung der Erziehung entgegentrat und die Rechte der Eltern und der Kirche betonte. Die Erklärung endete mit dem Ultimatum: «I declare that my remaining in office depends on the Church Departement’s willingness to show respect in this question and the other questions which are being disputed to-day.»2
Drei Tage später übermittelte der Presseattaché Daniels der Britischen Botschaft in Bern an Barth durch einen Boten eine Bitte des Bischofs von Chichester, George Bell. Daniels teilte Barth die Übersetzung und im Postskriptum auch noch den englischen Wortlaut des Telegramms aus London mit: «Would you be willing to send short message of encouragement to Christians of Scandinavia in the light of Norwegian Church conflict? If so, would gladly arrange circulation. Difficulties of transmission necessitate limiting message to 500 words. British Press Attaché will arrange reply.» Der Presseattaché versicher|328te, er werde «natürlich gerne bereit sein, den Text Ihrer Botschaft zu jeder Ihnen beliebigen Zeit in Empfang zu nehmen und vertraulich nach London weiterzuleiten», Barth möge ihn nur «so rasch wie möglich» verständigen, ob er «dieser Anregung Folge leisten zu können» glaube.3
Barth, der den Widerstand der Norweger gegen die deutsche Besatzung und das Schicksal norwegischer Gefangener4 intensiv verfolgt hatte, kam der Aufforderung alsbald nach; er setzte sich telefonisch mit dem Generalkonsul Pyke in Verbindung, traf sich am 31.3. mit ihm5 und übermittelte ihm, wahrscheinlich bei dieser Begegnung, den Text – er mußte die Form eines Offenen Briefes vermeiden, wenn der Text den Empfänger erreichen sollte.6
Während dieser Tage spitzte sich der Kirchenkampf in Norwegen weiter zu: Quisling plante die Einführung einer nordischen Religion, setzte am 29.3. eine Reihe von Pastoren ab und bedrohte die Kirche. Am Karfreitag predigten trotzdem auch abgesetzte Geistliche, und am Ostersonntag, dem 5.4., erklärten in mehr als tausend Kirchen 90% der Pfarrer ihren Rücktritt von ihren Ämtern. Am 8.4. bekannte sich Quisling zu einer neuen Ideologie und sprach abermals Drohungen aus. Das Ministerium für Kirche und Erziehung forderte die protestierenden Pfarrer ultimativ auf, bis zum 11.4. ihren Schritt zurückzunehmen, widrigenfalls sie entlassen würden. Davon unbeeindruckt, predigten am Sonntag nach Ostern die Pfarrer in ihren Kirchen.7
Am gleichen Sonntag, dem 12.4.1942, wurde Barths Text abends um 19 Uhr 45 über den norwegischen Nachrichtendienst der BBC verbreitet: «The following is the text of a message from Professor Karl Barth, the world-famous Swiss protestant theologian, to the Christians of Norway».8 Im home service des Rundfunks wurde der Text in eng|329lischer Sprache um 20 Uhr verlesen, in deutscher Sprache um 19 Uhr kommentiert – die Sendung wurde «stark künstlich gestört».9 Der Sender GRX brachte um 20 Uhr den deutschen Text.10 Am nächsten Tage wurde Barths Botschaft um 7 Uhr 25 im England Pacific Service, um 9 Uhr im European Service wiederholt. Barths «Aufmunterungsbotschaft» wurde in direktem Zusammenhang mit dem Schritt der Theologen am Ostersonntag verstanden.11 Am 16.4. wurde Barths Text in englischer Sprache gedruckt.12
In deutscher Sprache wurde Barths Botschaft 1945 in der «Schweizer Stimme» unter der Überschrift «An die Christen in Norwegen» veröffentlicht.13 Im folgenden wird erst der Text wiedergegeben, dann die Wirkungsgeschichte skizziert.
Liebe Brüder!
Wir hören von dem Kampf, der euch aufgezwungen wurde und den ihr aufgenommen habt: ihr, euer Bischof Berggrav, eure Pfarrer und Lehrer, eure Gemeinden. Ihr wolltet auch in der heutigen schweren Lage eures Vaterlandes weitergehen auf dem geraden Weg der Verkündigung des Evangeliums, die der Kirche unseres Herrn Jesus Christus, auferbaut auf dem Grunde der Apostel und Propheten14, |330 aufgetragen ist. Von diesem Weg hat man euch mit allerlei Verlockung und schließlich mit Drohung und offener Gewalt abdrängen wollen. Ihr habt die Gnade empfangen, dieser Versuchung bis jetzt Widerstand zu leisten. Nun müßt ihr leiden um dieser Sache willen.
Wir glauben euch recht zu verstehen, wenn wir euch sagen, daß wir über das, was euch widerfährt, nicht trauern, sondern daß wir uns freuen über die besondere Berufung, die ihr damit empfangen habt. Ihr dürft euren Glauben auf eine Probe stellen, aus der er, indem er sich bewährt, nur reiner und kräftiger hervorgehen kann. Ihr dürft sehen und erkennen, welche Klarheit und Macht ihm gerade dann innewohnt, wenn er aus einer Sache der Tradition und der Gewohnheit wie in den Zeiten der Väter zu einer Sache des Gehorsams und Wagnisses wird. Ihr dürft zur Wiederherstellung der Freiheit und des Rechtes in eurem Vaterland den größten und entscheidenden Beitrag leisten. Ihr dürft uns Christen in allen Ländern ein erweckendes, ermutigendes und tröstliches Beispiel geben. Und mehr als das alles: Ihr dürft, indem ihr das Kreuz als demütige, aber tapfere Männer auf euch nehmt, in die ganz besondere Gemeinschaft dessen treten, der als der Messias Israels der Heiland der ganzen Welt15, der als Haupt seiner Kirche der Herr aller Mächte und Gewalten im Himmel und auf Erden16 ist. 243
Ihr erwartet weder unsere Bewunderung noch unseren Beifall. Ihr sollt aber gewiß sein: Wir denken an Norwegen, an euch und euer ganzes Volk.
Wir beten für euch, daß euch die Treue, die Klugheit und die Einfalt immer aufs neue geschenkt werden möchten, die ihr nötig habt. Wir denken mit Sorge an die, die euch verfolgen: sie sind zu beklagen; ihr seid es nicht. Wir sind mit euch überzeugt, daß kein Großes oder Kleines, was ihr leiden müßt, umsonst gelitten wird, daß alles Frucht tragen wird für das Reich und für die Kirche Jesu Christi, für euer Vaterland und für unser aller Zukunft. Wir glauben mit euch, daß der Sieg Jesu Christi, der lebendig ist von Ewigkeit zu Ewigkeit, auch für die Menschheit unserer Tage schon erfochten ist und auch in unserer Zeit offenbar werden wird. Wir vereinigen uns mit euch in der Bitte, |331 daß Gottes Reich komme, und in dem Dank dafür, daß er sein Volk nicht vergessen noch verlassen wird.
Von der Norwegischen Botschaft in Bern schrieb am 14.4.1942 Botschafter Finn Koren an Barth:
Ayant pris connaissance de votre message aux norvégiens, radiodiffusé de Londres par le poste norvégien en norvégien et d’autres langues, je m’empresse de vous exprimer la profonde émotion que j’ai prouvée à entendre vos paroles viriles de solidarité avec les souffrances non seulement du clergé norvégien qui resiste avec vrai esprit et foi crétiens à l’oppression qu’il subit mais aussi de tout le peuple norvégien.
Je saisis l’occasion pour vous présenter aussi au nom de mon Gouvernement les remerciements les plus vifs de votre acte de compréhension et de Sympathie et vous prie d’agréer, Monsieur le Professeur, l’assurance de ma dévotion particulière.
Barth dankte für dies Schreiben am 18.4.: «Der mir gewordene Auftrag zur Abfassung einer Botschaft an die Christen von Norwegen war mir eine Freude und eine Ehre. Ich verfolge die dort sich abspielenden Ereignisse mit großer Anteilnahme und Bewunderung und zweifle nicht daran, daß Alles auch hinsichtlich Ihres Volkes zu einem guten Ende kommen wird.»17 Als die Botschaft nun wissen wollte, wer denn Barth zu seinem Schritt veranlaßt habe18, teilte ihr Barth mit, «daß es der Bischof von Chichester (England) war», von dem er «durch die Vermittlung des britischen Generalkonsuls in Basel gebeten wurde, für das britische Radio eine Botschaft an die Christen in Norwegen abzufassen.»19 Die norwegische Botschaft konnte Barth am 6.5.1942 ei|332nen Abdruck seines Textes in norwegischer Sprache aus dem Presseorgan der norwegischen Exilregierung in London übermitteln.20
Am 1.5.1942 bedankte sich auch Bischof Bell bei Barth:
I am most grateful to you for the splendid message which you sent for the Scandinavian Churches. I felt some hesitation in troubling you once again, but I appreciate all the more not only your generous response but the noble terms of the message itself. The message has been circulated in the Ministry of Information’s bulletin21 and I know has made a deep impression on English people who read it. But I have every confidence that it will have made a deeper impression still if possible on those to whom it was intended by yourself.
Nur indirekt hörten auch Schweizer Freunde von Barths Botschaft an die Norweger. Barth teilte sie u. a. Frau Elsi Bäschlin-Mückler in Bern mit: «Wissen Sie, daß dieser Tage eine kleine Botschaft an die Norweger, die ich auf Aufforderung des Bischofs von Chichester verfaßt habe, durch das englische Radio gegangen ist? Ich bin gefaßt darauf, dafür aufs Neue auf die Finger zu bekommen.»22
Die Schweizer Regierung erhielt den Text umgehend von der Schweizer Botschaft aus London zugesandt.23 Bundesrat Pilet-Golaz schlug Bundesrat v. Steiger sofort vor, zu prüfen, «ob Prof. Barth nicht veranlaßt werden könnte, solche Aufrufe zu unterlassen.»24
Von Steiger versicherte ihm, er wolle der Angelegenheit seine «volle Aufmerksamkeit schenken und durch die zuständigen Organe abklären und prüfen lassen, ob Mittel bestehen, gleiche Vorkommnisse zukünftig zu verhindern.»25 Vorerst wurde durch die Bundesanwaltschaft eine |333 «Post- und Telefonkontrolle während einer gewissen Zeit gegenüber Prof. Barth angeordnet».26 Am 1.5. enthielt ein «5 Rollen langes Gespräch» Barths mit Thurneysen die Sätze: «Barth berichtet dann von einem norwegischen Legationsrat, der ihm auf die Bude gestiegen sei. Der Name wird nicht genannt. Die Norweger halten sich gut, ebenso die Holländer und gar die Serben.»27 Am 8.5. verlangt Arthur [Frey] «die Ansprache Barths an die Norweger. Barth will sie schicken. Arthur will sie für seine Korrespondenzen mit Schweden.»28
Am 2.6.1941 teilte v. Steiger dem Bundesrat Pilet-Golaz mit, er habe nicht feststellen können, «auf welchem Wege Herr Prof. Barth solche Reden nach England übermittelt.» Auch habe noch «nicht abgeklärt werden können», wie Barth veranlaßt werden könnte, «fürderhin ähnliche Aufrufe zu unterlassen.» Es schienen «für eine Verhinderung nicht unbedeutende rechtliche Schwierigkeiten zu bestehen. […] Vielleicht wird die verfügte Überwachung Mittel und Wege zeigen, auf welche Weise dem unverständlichen Vorgehen von Herrn Prof. Barth Einhalt geboten werden kann.»29
Am gleichen Tage richtete die Deutsche Gesandtschaft eine Note an die Schweizer Regierung30:
Der wegen seiner deutschfeindlichen Einstellung hinreichend bekannte Professor Karl Barth in Basel hat dem englischen Rundfunk einen «Aufruf an die Norweger» zur Verfügung gestellt, der von diesem in zahlreichen Sendungen gebracht wurde. Wie sich aus der in der Anlage beigefügten Niederschrift über eine Sendung der Rundfunkstation Daventry, die diesen Aufruf am 12. April in deutscher Sprache brachte, ergibt, hat Professor Karl Barth in diesem Aufruf das norwegische Volk unter anderem auf seine «Mission» hingewiesen, «den größten und entscheidendsten Beitrag zur Wiederherstellung von Freiheit und Recht zu liefern» und «den Christen in allen Ländern ein anspornendes, begeisterndes und trostreiches Beispiel zu sein».
334Die Tatsache, daß Herr Barth trotz der zahlreichen Vorstellungen der Gesandtschaft heute noch gegen das Reich hetzen kann, verdient besondere Beachtung. Diese neueste Leistung Barth’s ist aber um so schwerwiegender, als hier eine aktive Unterstützung der Feindpropaganda durch einen Schweizer Bürger vorliegt, der in einem öffentlich rechtlichen Dienstverhältnis zu einem Kanton steht.
Die deutsche Note führte zu weiteren Aktivitäten der Schweizer Regierung. Pilet-Golaz bat v. Steiger um eine Stellungnahme, der wandte sich deshalb an den Bundesanwalt.31 Gegenüber Pilet-Golaz zeigte sich v. Steiger skeptisch: «Wie weit uns heute schon rechtliche Grundlagen zur Verfügung stehen, um die die Neutralitätspolitik des Bundesrats störende Tätigkeit des Herrn Barth zu unterbinden, ist allerdings erst noch zu prüfen. Die gesetzlichen Grundlagen sind sehr dürftig in dieser Hinsicht.»32 Der Bundesanwalt zog über Barths Biographie Erkundigungen ein.33 Schließlich kam er am 18.6. in einer längeren Expertise zu dem Schluß, daß der Tatbestand «in keiner Weise abgeklärt» sei; «eine strafbare Neutralitätsverletzung liegt nicht vor»; ob eine Verordnung über die Wahrung der Sicherheit des Landes auf diesen Fall zutreffe, erscheine «höchst fraglich». Andererseits seien Barths Äußerungen geeignet, «unserer Neutralitätspolitik zu schaden», und es sei «bedenklich», daß Barth «trotz seiner Anstellung an der Theologischen Fakultät den Aufruf an einen ausländischen Rundfunk gelangen ließ. […] Die Frage, wie in Zukunft solchen Einmischungen begegnet werden kann, bereitet Schwierigkeiten.» Neue Strafbestimmungen seien problematisch, auch direkte Verbote ad personam. Barth möge zur Stellungnahme aufgefordert und anschließend |335 verwarnt werden.34 In einer Besprechung zwischen v. Steiger und Pilet-Golaz wurde am 24.6. vereinbart, «einstweilen noch von weiteren Maßnahmen abzusehen»; denn der Ausgang eines Prozesses sei «höchst zweifelhaft».35 Immerhin sei die «Tätigkeit des Herrn Barth weiterhin mit Aufmerksamkeit zu verfolgen.»36 So wurde, gestützt auf einen Artikel eines Bundesgesetzes von 1924, ein Brief Barths an Bischof Bell von Chichester «zur Einsichtnahme» aufgehalten37, worin sich Barth über seine Botschaft an die Norweger äußerte.38
Inzwischen war der Brief auch in den USA bekanntgeworden.39
Direkter als die Staatlichen Stellen in Bern reagierte das Erziehungsdepartement in Basel auf die deutsche Note. Regierungsrat Dr. Carl Miville richtete am 12.6.1942 eine Anfrage an Barth wegen seiner Botschaften nach London. Barth verteidigte seine Handlungsweise in einer Erwiderung vom 15.6.:
336Ich wurde kurz vor Weihnacht 1941 und dann wieder im April dieses Jahres durch Dr. Bell, Bischof von Chichester in England (durch Vermittlung des hiesigen britischen Generalkonsuls) gebeten und beauftragt, das eine Mal eine kirchliche Botschaft an die Christen in Deutschland, das andere Mal eine solche an die Christen in Norwegen abzufassen, die ihren Adressaten durch den Londoner Rundfunk bekannt gemacht werden sollten. Ich habe dieser Aufforderung beide Male ohne Zögern entsprochen, und die beiden Botschaften sind in der vorgesehenen Weise verbreitet worden.
Dazu ist zu bemerken: Der Bischof von Chichester – seit 1939 Ehrendoktor der Theologischen Fakultät der Universität Basel – ist eine der bekanntesten führenden Persönlichkeiten in der oekumenischen Kirchenbewegung, seit Jahrzehnten und auch jetzt während des Krieges in hervorgehobener Weise tätig für den Verkehr und für die Verbindung zwischen den Kirchen der verschiedenen Länder mit Einschluß derer, die zurzeit mit England im Kriege stehen. Ich bin mit ihm einig in der Überzeugung, daß alle dahin zielenden Bestrebungen sinnlos wären, wenn sie gerade in der heutigen Lage aus irgendwelchen der Sache fremden Gründen unterdrückt würden. Dabei ist es klar, daß Alles, was auf dieser Linie geschehen kann, unter den heutigen Umständen auch einen politischen Aspekt haben muß. Der Bischof von Chichester ließ sich dadurch nicht abhalten, mich zu der erwähnten Aufgaben heranzuziehen, und ich meinerseits konnte und könnte es nicht für richtig halten40, mit Rücksicht darauf auf die Ausführung einer derartigen Aufgabe zu verzichten.
Ich erlaube mir, Ihnen in den Beilagen den Text der beiden Botschaften bekannt zu machen. Er dürfte hinsichtlich des kirchlichen Charakters der ganzen Angelegenheit eindeutig sein. Nach meiner Auffassung kann meine Praxis in dieser Sache von dem in Ihrem Brief erwähnten regierungsrätlichen Erlaß nicht betroffen sein.
337Darauf erfolgte zwar keine direkte Antwort, aber am 18.8.1942 eine Zurechtweisung durch die Kuratel der Universität Basel.41
Die deutsche Gesandtschaft kam auf ihre Verbalnote vom 2.6.1942 noch über ein Jahr später zurück. Sie erinnerte am 16.7.1943 an Barths «Aufruf an die Norweger», den er «dem englischen Rundfunk zur Verfügung gestellt hat und der von diesem in zahlreichen Sendungen verbreitet worden war. Die Gesandtschaft hatte darauf hingewiesen, daß hier eine aktive Unterstützung der Feindpropaganda durch einen Schweizer Bürger vorliege, deren Unterbindung deutscherseits erwartet werden müsse. Die von der Gesandtschaft erhobenen Vorstellungen haben indessen nicht zu verhindern vermocht, daß Herr Barth seine politische Hetze gegen Deutschland fortsetzt.»42