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Papen, Franz von (1879-1969)

Papen, Franz von (1879-1969): Deutscher Politiker (1921-1932 Zentrum, dann parteilos, 1938 NSDAP) und Diplomat; 1932 Reichskanzler, 1933/34 Vizekanzler unter Hitler, ab 1934 im Diplomatischen Dienst, u.a. Botschafter in der Türkei und beim Vatikan.

Fundstellen im Text 14

  • Eduard Thurneysen an Karl Barth 11. September 1932

    … den Militärforderungen Deutschlands 11 zu, ohne allerdings im geringsten für die Nazzi zu optie | 262 ren. Im Gegenteil, er findet Papen 12 gerade darin gut, daß er auch den Nazzi einigermaßen widerstehe, und meinte, darum müsse die antiparlamentarische Einstellung der jetzigen Regier …

  • Karl Barth an Eduard Thurneysen 18. September 1932

    … n, daß wir ihr Walten als das der Vorsehung respektieren sollten.» — Im Reichstag war es am 12.9.1932 zu einem Eklat gekommen, als Papen dem Vorsitzenden Göring während einer Mißtrauensabstimmung gegen die Regierung das von Hindenburg unterzeichnete Dekret zur Auflösung des — erst am …

  • Eduard Thurneysen an Karl Barth 22. September 1932

    … versehen, die das bestätigen, was du zu Karl offenbar gesagt hast: eine zunehmende, fast lächerliche Nervosität der Nazimachthaber Papens Regierung gegenüber, was darauf hinweist, daß die Nazi sich nicht mehr sicher im Sattel fühlen und nach und nach einfach kuschen werden, während der …

  • Eduard Thurneysen an Karl Barth 5. Oktober 1932

    … erdruß über die deutschen politischen Vorgänge: ‹Die Feinde des menschlichen Geschlechtes› habe ich in meinen Selbstgesprächen die Papen leute nur noch genannt.» ↩ 5 = unerfreuliche. ↩ 6 Der Regierungspräsident des — in der Nähe von Koblenz gelegenen — bis 1937 zum Land Oldenburg gehö …

  • Eduard Thurneysen an Karl Barth 21. November 1932

    … euch doch gefunden habt! Eben ist hier die Nachricht eingetroffen von Hitlers Regierungsübernahme. 26 Wenn das nur gut kommt! Der Papen war ja wirk | 300 lich nicht sympathisch, aber wie auch sein Rücktritt zeigt, doch nicht einfach ein Tyrann. Hitler möchte einer sein — ohne doch si …

  • Karl Barth an Eduard Thurneysen 30. Januar 1933 – 31. Januar 1933

    … n der Geschicklichkeit und Energie des Bärenführers und des sonstigen Wartepersonals ab. Bärenführer ist im vorliegenden Fall Herr von Papen .» Dieser habe «des Widerspenstigen Zähmung» vollbracht und werde «nun dafür zu sorgen haben, daß sein Virtuosenstück kein böses Ende für das Reich …

  • Eduard Thurneysen an Karl Barth 15. August 1934

    … mlaufenden Gerüchten hervorgehen würden. Demnach habe der vorzeitig bekanntgewordene Wunsch Hindenburgs , mit Hilfe der Reichswehr von Papen als seinen Nachfolger durchzusetzen, Hitler zur Planung einer «Säuberung der S.A. » veranlaßt, um die Reichswehr auf seine Seite zu ziehen und von P …

  • Karl Barth an Eduard Thurneysen 23. November 1934

    … eten: Asmussen 9 , Niemöller , Hesse , Immer und ich. Die Anderen haben nun ohne und gegen uns folgende — man möchte schon sagen « Papen regierung» 10 gebildet: Marahrens , Koch , Breit , Flor 11 und als Reformierter Humburg. Meine Tätigkeit im Kirchenregiment ist damit nach genau ein …

  • Eduard Thurneysen an Karl Barth 21. Januar 1935

    … stellung der Hintergründe des « Röhm -Putsches» durch A. Oeri an, derzufolge die Reichswehr die von Hitler befohlene Ermordung von Papens verhindert habe; vgl. oben S. 681f., Anm. 6 . ↩ 25 Zu Hartensteins Votum schrieb L. Christ an Barth : «Aus der Rede Hartensteins hab ich eindrücklic …

  • Vorwort 26. August 2008

    … en und Veränderungen der Zeitgeschichte erfahren: etwa seine Reaktion auf das durch von Hindenburg gestützte autoritäre Regime von Papens und auf den immer größere Schatten werfenden Nationalsozialismus. Auf die nach der sogenannten «Machtergreifung» Zug um Zug durchgeführte «Gleichsch …

  • Karl Barth an Charlotte von Kirschbaum in München 14. September 1932

    … iten Mal im Jahre 1932 die Auflösung des Reichstags erfolgt. Der Reichstag hatte die Aufhebung der Notverordnung der Regierung von Papen vom 4.9. verlangt und der Regierung das Mißtrauen ausgesprochen (vgl. unten S. 238, Anm. 11 ). ↩ 4 H. Barth , Die Freiheit der Entscheidung im Denke …

  • Karl Barth an Charlotte von Kirschbaum in München 17. September 1932

    … m 4.9. verlangt und der Regierung von Papen mit 512 gegen 42 Stimmen das Mißtrauen ausgesprochen. Noch während der Abstimmung ließ Fr. von Papen mittels einer vorbereiteten Order des Reichspräsidenten den Reichstag wieder auflösen. Vgl. zu weiteren Kritikpunkten Barths Bw.Th. III, S. 273–275 …

  • Karl Barth an Charlotte von Kirschbaum in München 24. September 1932

    … ich ja auch, daß meine Aufregung wegen dem heutigen Deutschland zu ihrem Gegenstand in keinem rationalen Verhältnis steht bzw. daß Papen 1 mit sei | 246 nem mich durch alle illustrierten Zeitungen bis in die Träume verfolgenden langen Gesicht in meiner Bekümmerung nur eine Vordergrund …

  • Charlotte von Kirschbaum an Karl Barth in Basel 24. März 1933

    … el Furchtbareres, vielleicht aber auch weniger Furchtbares, weil Dämonisches. Die Kinder singen hier auf der Straße ein Lied: «Der Papen legt das Ei, der Hitler brütet’s aus. Und ein Thälmann 5 schlupft heraus.» Ob es nicht ganz einfach das ist? Und das bißchen deutsche Geschrei um di …