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Hitler, Adolf (1889-1945)

Hitler, Adolf (1889-1945): Österreichisch-Deutscher Politiker; fanatischer Antisemit, seit 1921 Parteivorsitzender («Führer») der NSDAP; 1933 Reichskanzler, 1934 Reichspräsident und bis zu seinem Selbstmord unumschränkter Diktator des Deutschen Reiches.

Fundstellen im Text 160

  • Karl Barth an Rudolf Bultmann 27. November 1934

    … n. Mit herzlichem Gruß! Ihr Karl Barth [Auf einem Extrablatt:] Ich schwöre: Ich werde dem Führer des Deutschen Reiches und Volkes, Adolf Hitler , treu und gehorsam sein, soweit ich es als evangelischer Christ verantworten kann 2 , die Gesetze beachten und meine Amtspflichten gewissenhaft erf …

  • Rudolf Bultmann an Karl Barth 3. Dezember 1934

    … nd und der Vorsitzende des Coetus Reformierter Prediger in Deutschland kurz zuvor öffentlich dargelegt hatten, daß der «dem Führer Adolf Hitler (zu leistende Eid) durch die Berufung auf Gott ein Tun (ausschließe), das wider das in der Heiligen Schrift bezeugte Gebot Gottes wäre», erklärte si …

  • Hans Freiherr von Soden an Gerhard Kittel 25. Juni 1934

    … ogenheit auf unseren geschichtlichen Augenblick angewendet wird und wenn nicht ganz deutlich gesagt wird, wie sich denn die Stunde Hitlers und die Verkündigung des Evangeliums zu einander verhalten. Ich weiß nicht, von wem die Formel stammt: «als wäre nichts geschehen.» 5 Wenn sie von B …

  • Ernst Wolf an Rudolf Bultmann 26. November 1934

    … trafen sich am 30.10.1934 — an demselben Tage, an dem in Berlin für die Landesbischöfe Wurm , Marahrens und Meiser ein Empfang bei Hitler stattfand — in Erfurt 17 theologische Hochschullehrer unterschiedlicher kirchlicher und politischer Richtungen aus II Fakultäten zu einer Besprechun …

  • Autobiographische Bemerkungen von Rudolf Bultmann 28. Januar 1956

    … it den Studenten, die noch von der «Jugendbewegung» vom Anfang des Jahrhunderts geprägt waren, war höchst erfreulich. Dann kam das Hitler -Regime mit seiner Zwangsherrschaft und seinen korrupten Methoden. Das Leben in Universität und Gesellschaft war weitgehend von Mißtrauen und Denunz …

  • Karl Barth an Eduard Thurneysen 18. September 1920

    … ), ließ sich nach wilden Kriegserfahrungen von Barth und Thurneysen beeinflussen, kehrte sich aber dann von ihnen wieder ab, wurde Hitler anhänger und erlangte als solcher Amt und Würde eines Prof. für praktische Theologie in Jena. Nach 1945 wieder Pfarrer. ↩ 2 Erich Stange (1888–1972) …

  • Predigt: Markus 1,14-15: "Das Evangelium Gottes" 23. Dezember 1956

    … rd und ist Weihnacht. Ja, es hatten Alle ihre Zeit: der Engländer mit seinem Weltreich, der Franzose mit seiner großen Nation, der Hitler mit seinem tausendjährigen Reich, der Amerikaner, der die ganze Welt kaufen wollte, der Russe mit seinem Weltkommunismus, der Ungar mit seinem stolz …

  • Predigt: Jesaia 40,8: "Was bleibt" 31. Dezember 1961

    … dlich anzudeuten, was da gesagt ist. Im Grunde ganz einfach dies: daß Gott nicht so ein «Höchster» ist, so ein «Allmächtiger», wie Hitler zu sagen pflegte, oder so etwas wie das Schicksal, oder irgend ein letztes Geheimnis — sondern daß er unser Gott ist, so daß wir Menschen — Große un …

  • Vorwort 6. März 2000

    … Rat und Bruderrat der Bekennenden Kirche aus. Kurz darauf wird er wegen seiner Weigerung, den für Beamte vorgeschriebenen Eid auf Hitler in unveränderter Form abzulegen, suspendiert, im Juni 1935 trotz seiner gerichtlich erkämpften Rehabilitierung zwangspensioniert und sofort nach Bas …

  • Charlotte von Kirschbaum an Eduard Thurneysen 14. Juni 1930

    … ssig, Versetzung nach Magdeburg, 1936 zwangsweise Pensionierung wegen Verweigerung der Ablegung des unveränderten Beamteneides auf Hitler , «Berufsarbeiterin» des Stadtverbands der Evangelischen Frauenhilfe in Frankfurt am Main, 1946 «Sachbearbeiterin» für den Neuaufbau der Gemeinden i …

  • Eduard Thurneysen an Karl Barth 19. November 1931

    … aden hatte. Aber so geht’s ja immer. Wird man eigentlich nicht einfach schlankweg umgebracht bei euch, wenn man nicht einfach Heil Hitler ! rufen kann? Wenigstens erzählte Maria Vischer 2 aus Bethel eben | 184 heute, die kleine Sonja 3 habe Prügel bekommen auf dem Schulweg von ihrem Ka …

  • Karl Barth an Eduard Thurneysen 9. April 1932

    … ↩ 2 Am 10.4.1932 erfolgte der zweite Wahlgang in der Wahl des Reichspräsidenten, bei dem nur noch Hindenburg (Weimarer Koalition), Hitler ( NSDAP ) und Ernst Thälmann ( KPD ) kandidierten. «Der Wahlkampf wurde mit einer beispiellosen Erbitterung geführt.» Vgl. Dederke, S. 237–240.322 � …

  • Eduard Thurneysen an Karl Barth 11. September 1932

    … chskanzler. Nach dem überragenden Sieg der NSDAP bei den Reichstagswahlen am 31.7.1932 verhandelte General Kurt von Schleicher mit Hitler über die Bedingungen für eine Einbindung der Nationalsozialisten in die Regierung. Hitlers Forderung des Kanzleramtes und mehrerer Schlüsselminister …

  • Karl Barth an Eduard Thurneysen 18. September 1932

    … die von Merz in einem Brief vom 3.8.1932 an Thurneysen ( Nachlaß Thurneysen 📖 ) angedeutete Tendenz der NSDAP -Wähler gemeint, in Hitler einen Ersatz für den Monarchen zu sehen: Ein Kollege von ihm führe angesichts des Wahlerfolgs der Partei in bayerischen Dörfern «vieles auf die einf …

  • Eduard Thurneysen an Karl Barth 21. November 1932

    … t, die Wege laufen bei ihm und bei mir. Umso besser, daß ihr euch doch gefunden habt! Eben ist hier die Nachricht eingetroffen von Hitlers Regierungsübernahme. 26 Wenn das nur gut kommt! Der Papen war ja wirk | 300 lich nicht sympathisch, aber wie auch sein Rücktritt zeigt, doch nicht e …

  • Karl Barth an Eduard Thurneysen 30. Januar 1933 – 31. Januar 1933

    … geliebte Hummerspeise nebst einem Glase Rotspon zu mir genommen als Abendbrot und bin gewiß in jeder Hinsicht besser dran als etwa Hitler Adolf , der ja nun heute seinen großen Tag gehabt hat 4 und in dem wir nun fürs Erste die in ihrer Art gewiß auch von Gott gesetzte Obrigkeit [vgl. Röm. 1 …

  • Eduard Thurneysen an Karl Barth 7. Februar 1933

    … . Unterdessen ist es klar geworden, daß ich abbrechen muß. Was für Träume werden mir zugemessen werden? Hoffentlich plagt mich der Hitler nicht, aber auch — was noch schrecklicher wäre — wünsche ich keinerlei Oxfordträume. Und auch der am Sonntag vor mir stehende Kinovortrag mit seiner …

  • Eduard Thurneysen an Charlotte von Kirschbaum 12. April 1933

    … it Hartenstein , der der ganzen Entwicklung irgendwie positiv eingestellt gegenübersteht. Er ist ja natürlich weit entfernt davon, Hitler mann zu sein, aber ich spürte zum ersten Mal ganz deutlich, daß nur schon Schweizer und Deutscher zu sein einen tiefgreifenden Unterschied ausmacht. …

  • Eduard Thurneysen an Karl Barth 31. Mai 1933

    … antidemokratischen, antisozialistischen und antisemitischen Zirkeln die sogenannte Frontenbewegung , die im «Frontenfrühling» nach Hitlers Machtübernahme 1933 einen Aufschwung erlebte. Zeitweise kam es dabei zu einem Zusammengehen frontistischer mit bürgerlichen Parteien; vgl. W. Wolf, …

  • Charlotte von Kirschbaum an Eduard Thurneysen 2. Juni 1933

    … ms im Kloster Loccum vom 16. bis 20.5.1933 , an der neben dessen Mitgliedern Kapler , Marahrens und Hesse auch der Bevollmächtigte Hitlers und Führer der Deutschen Christen Ludwig Müller teilnahm (zum Dreimännerkollegium s. unten S. 429, Anm. 13 ; zur Tagung vgl. Scholder I, S. 409–411 …

  • Karl Barth an Eduard Thurneysen 27. Juni 1933

    … he ist, alle Hände voll zu tun, um der Schweiz dieses namenlose Unglück zu ersparen! Eben kommt die Zeitung mit der Nachricht, daß Hitler ein Werkzeug Gottes ist, die Kirche nur durch die Nation besteht und nun auch | 433 Dibelius abgesetzt ist. 21 Wer hätte sich träumen lassen, daß er …

  • Karl Barth an Eduard Thurneysen 3. Juli 1933

    … mich in den D-Zug werfen mußte. Was soll ich hier? Ich weiß es wirklich noch nicht. Infolge der Intervention von Hindenburg 2 (und Hitler ! 3 , dem ein entschlossener Pfarrer auf die Bude zu rücken gewußt habe! 4 ) scheint eine Art rückläufige Bewegung eingesetzt | 442 zu haben. Die dr …

  • Charlotte von Kirschbaum an Eduard Thurneysen 5. Juli 1933

    … Christen angesichts der Fülle von Widerspruch. Ein hiesiger, sonst ganz unbedeutender kleiner Pfarrer hat es mit Erfolg riskiert, Hitler inmitten seiner Garde in einem Hausflur anzureden: «Herr Reichskanzler, geben Sie der evangelischen Kirche ihre Freiheit wieder!», und ihn 20 Minute …

  • Eduard Thurneysen an Karl Barth 11. Juli 1933

    … Belehrung in dieser Hinsicht sei deshalb fortwährend nötig. Goes bat Barth auch darum, seine Schrift mit einem Begleitschreiben an Hitler und an Bodelschwingh zu schicken, denen er «selbständiges Denken und Urteilen» zutraue (Brief vom 4.7.1933 ). — Barth hatte Hitler bereits am 1.7. e …

  • Charlotte von Kirschbaum an Eduard Thurneysen 15. Juli 1933

    … Christenheit vollzogen.» Im Verfassungstext erscheint die Formulierung nicht. ↩ 6 Von einer Kirchenwahl sprach öffentlich erstmals Hitler in einem Telegramm an Hindenburg vom 12.7.1933 anläßlich der Fertigstellung der Kirchenverfassung: «… Der innere Neubau der Landeskirchen wird nach …

  • Charlotte von Kirschbaum an Eduard Thurneysen 21. Juli 1933

    … ein deutschchristlich besetztes Gremium vor (Müller, Fezer , Schumann, Weber ), woraufhin im Plenum der Ruf nach einer Audienz bei Hitler laut wurde. In einem neuen Vorschlag der Deutschen Christen wurde auf die vorläufige Besetzung des Reichsbischofspostens zugunsten einer Lösung verz …

  • Karl Barth an Eduard Thurneysen 16. Oktober 1933

    … eine Bombe die Nachricht vom Austritt Deutschlands aus dem Völkerbund . 24 Wir haben um 7 Uhr bei K. L. Schmidt die große Rede von Hitler am Radio gehört 25 und saßen dann noch lange in besorgten Gesprächen zusammen. Was bedeutet dieses Zeichen? Wir sind hier geneigt, es in der Hauptsa …

  • Karl Barth an Eduard Thurneysen 5. November 1933

    … hlichen Auseinandersetzungen zu beruhigen, das Ende des kirchenpolitischen Kampfes erklärt hatte. Als daraufhin der Stellvertreter Hitlers , Rudolf Heß, am 13.10. offiziell die kirchenpolitische Neutralität der NSDAP erklärte, verstärkte sich die Gefahr einer Abwanderung radikal eingest …

  • Charlotte von Kirschbaum und Karl Barth an Eduard Thurneysen (sowie Nachschrift Karl Barth an Eduard Thurneysen) 13. November 1933

    … Hier beschäftigt uns augenblicklich ein kleiner Zwist mit den Studenten, die von sämtlichen Dozenten bei Beginn der Vorlesung den Hitler gruß verlangen. Karl hat seinem Auditorium in freundlichen Worten heute Morgen erklärt, warum er das nicht könne. Er habe den Bereich der Kirche und …

  • Karl Barth an Eduard Thurneysen 16. November 1933

    … die mir auf Schritt und Tritt in wenig aufrichtiger Weise entgegenarbeitete und vor allem den geplanten Besuch bei Hindenburg bzw. Hitler , für den ich natürlich auf die Berliner angewiesen gewesen wäre, durch seltsame Manöver zu hintertreiben wußten 4 . Ich habe einen sehr schlechten …

  • Karl Barth an Eduard Thurneysen 29. November 1933

    … Deutschen Evangelischen Kirche] erwiesen» habe. L. Müllers Plan, Pfarrernotbund und die Glaubensbewegung aufzulösen, scheiterte an Hitlers Weigerung, das Vorhaben zu unterstützen. Noch am selben Tag traten die verbliebenen Mitglieder des Geistlichen Ministeriums zurück. ( Schöffel hatte …

  • Eduard Thurneysen an Karl Barth 18. Dezember 1933

    … enschaft der Studentenschaft der Universität Bonn, zurück. Gegen Barths am 13.11.1933 vor seinem Kolleg gegebene Stellungnahme zum Hitler gruß hatte er «schärfsten Widerspruch der Studentenschaft Bonn im Auftrage ihres Führers» erhoben (Brief an Barth vom 9.12.1933 [Poststempel 11.12. …

  • Eduard Thurneysen an Karl Barth 19. Januar 1934

    … Universität [würde] zweifellos als ein staatlicher Eingriff in die gegenwärtige kirchliche Lage» gewertet werden und stände damit Hitlers Zusage der Freiheit der kirchlichen Entwicklung entgegen (Durchschlag einer Abschrift des Briefes A. Koechlins vom 5.1.1934 im Karl Barth-Archiv). A …

  • Charlotte von Kirschbaum an Eduard Thurneysen 22. Januar 1934

    … kurzfristig auf den 25.1. verschobenen Empfang von je sieben Mitgliedern der kirchlichen Opposition und der Deutschen Christen bei Hitler — auf Einladung des Innenministeriums — erwarteten alle Beteiligten den Sturz des weitgehend isolierten Reichsbischofs. Zu den fieberhaften Vorberei …

  • Charlotte von Kirschbaum an Eduard Thurneysen 23. Januar 1934

    … ch Berlin zu rufen. In seinen detaillierten Aufzeichnungen über die Ereignisse heißt es: «Gibt es … vor der Verhandlung [scil, mit Hitler ] eine klare Aussprache, so könnte vielleicht noch in letzter Stunde es zu einem allein kirchlich möglichen und vom Worte Gottes her notwendigen Wid …

  • Charlotte von Kirschbaum an Eduard Thurneysen 26. Januar 1934

    … inen Platz und steckte eine Pfeife an. Der Gegenstand der Besprechung war ein von Fezer entworfenes und verlesenes Memorandum, das Hitler bei der (übrigens um einen Tag verschobenen) Besprechung der 14 Männer in der Reichskanzlei übergeben werden sollte 3 ; Karl war entsetzt sowohl übe …

  • Eduard Thurneysen an Karl Barth 23. März 1934

    … einem Fehler bekannt, Müller nachgegeben zu haben, und hat mit Meiser zusammen einen Bericht ausgearbeitet und ist nach Berlin zum Führer gefahren und hat eine Audienz errungen und soll sein ganzes Herz, ohne Müller benachrichtigt zu haben, ausgeschüttet und um erneutes Eingreifen gebe …

  • Eduard Thurneysen an Karl Barth 18. Mai 1934

    … n theologischen Zeitschrift «Hic et Nunc», die bis 1936 erschien, 1940 — nach 15tägiger Haft wegen eines kritischen Artikels gegen Hitlers Einmarsch in Paris — Gründung der Widerstandsgruppe «Gotthardbund», bis 1946 in den USA Mitarbeiter des Office of War Information als Hauptredakteur …

  • Eduard Thurneysen an Karl Barth 15. August 1934

    … icht sehr viel für sich? Aber gerade wenn etwas daran sein sollte, wie trostlos ist nachträglich wieder alles, alles verbaut durch Hitlers Verrücktheit! Du wirst dir auch deine Gedanken gemacht haben in diesen Tagen über die deutsche und eure eigene Zukunft. Den Eid auf Hitler — wer mag …

  • Eduard Thurneysen an Karl Barth 30. August 1934

    … Eid für die Pfarrer dadurch «möglich» machen möchte, daß er den Hitlerschwur aus dem Kircheneid herauslöst und dieses Gelöbnis zu Hitler als politischen «Beamteneid» durch die Pfarrer möchte schwören lassen, dagegen den Eid an die Reichskirchenleitung verweigert. 20 Doch wußte Oeri se …

  • Eduard Thurneysen an Charlotte von Kirschbaum 15. September 1934

    … ur «Gleichschaltung» der bayerischen, hannoverschen und württembergischen Landeskirche und deutete die Einführung des Amtseids auf Hitler in der Kirche (s. oben S. 682, Anm. 8 ) als ein Mittel, kirchlich-oppositionelle Pfarrer auf juristischem Weg abzusetzen. «Das eine freilich werden …

  • Karl Barth an Eduard Thurneysen 22. Oktober 1934

    … s auf dem Bergli hatte Barth erfahren, daß er nach einem Erlaß des Reichsinnenministers vom 21.8.1934 als Beamter den Treueeid auf Hitler leisten müsse, der sich nach Hindenburgs Tod als «Reichskanzler und Führer» allein an die Spitze des Staates gestellt hatte. Da Barth sich am 28.8. …

  • Karl Barth an Eduard Thurneysen 29. Oktober 1934

    … hrichten als «nicht recht durchsichtig» bezeichnet, da sie über die Ereignisse des 30. Juni (den später sog. Röhm -Putsch: die von Hitler angeordnete Verhaftung und Ermordung der SA -Spitze und anderer Gegner Hitlers wegen angeblicher Putschpläne) sehr zurückhaltend berichtet, bei der …

  • Charlotte von Kirschbaum und Karl Barth an Eduard Thurneysen 1. November 1934

    … h sein, und nun dürfen wir vielleicht mit etwas mehr Zuversicht der nächsten Probe entgegengehen. Die Unterredung der Bischöfe mit Hitler — die vorher eben jene Nervosität unter die Lutheraner getragen hatte — verlief anscheinend für die Bekenntniskirche durchaus gut 3 Mehr kann ich di …

  • Karl Barth an Eduard Thurneysen 2. November 1934

    … ist unter aller Kanone! Die Beseitigung Jägers ein «Sieg der D. C. » 1 , die Bekenntnisgemeinschaft hält an Bodelschwingh fest 2 , H. und der alte Fritz 3 , die Versöhnung unter einem vermittlungsfähigen Reichsbischof («im allgemein protestantischen Interesse!» 4 ) usw., | 734 das …

  • Charlotte von Kirschbaum an Eduard Thurneysen 7. November 1934

    … Der auf deutsch-christlicher Seite dominierende Kinder erklärte die Notwendigkeit einer Einigung der Kräfte, um die drohende, von Hitler erklärtermaßen ins Auge gefaßte Durchführung einer völligen Trennung von Staat und Kirche zu verhindern. Die in der Kirche geschehenen Rechtsbrüche …

  • Charlotte von Kirschbaum an Eduard Thurneysen 11. November 1934

    … es 20. Jahrhunderts , München 1930 📖 , 1933 Reichsleiter der NSDAP (Leiter des Außenpolitischen Amtes), 1934 als Beauftragter des Führers verantwortlich für die Überwachung der gesamten geistigen und weltanschaulichen Schulung und Erziehung der NSDAP , 1941–1945 Reichsminister für die …

  • Karl Barth an Eduard Thurneysen 23. November 1934

    … ande draußen mit mehr oder weniger (hier im Westen mit größter!) | 757 Energie in die Praxis umgesetzt, als die bekannte Einladung Hitlers an die drei Bischöfe (von denen Marahrens nie zur Bekenntnissynode gehalten hatte, Meiser nur darauf wartet, sich den Beschlüssen der Synode wieder …

  • Eduard Thurneysen an Karl Barth 1. Dezember 1934

    … Mutter, sondern auch zu deinen Prügeln ausdrücklich — condoliert! 1 Da Barth darauf beharrte, den vorgeschriebenen Beamteneid auf Hitler nur mit einem Zusatz abzulegen (vgl. oben S. 721, Anm. 19 , und S. 737, Anm. 3 ), war am 26.11.1934 ein Dienststrafverfahren gegen ihn eingeleitet w …

  • Karl Barth an Eduard Thurneysen 24. Dezember 1934

    … Wichtigste war dann die Rede des kleinen Staatsanwalts. Er führte zum Eid aus: irgend eine Einschränkung der Verpflichtung auf den Führer sei unstatthaft. Dem heutigen Staat genüge nicht mehr die Loyalität gegen ihn als «Obrigkeit». Was er verlange, sei der unmittelbare und unbedingte …

  • Eduard Thurneysen an Karl Barth 21. Januar 1935

    … , es liege nun alles daran, diese Verlagerung dadurch unwirksam zu machen, daß man zeige, wie auch die nun vorgeschobenen Punkte ( Hitler gruß + Äußerungen in Berlin ) ganz das gleiche meinten von dir aus wie dann die Eidesverweigerung. 12 Aber klar | 819 blieb bei allen: Barth ist der …

  • Eduard Thurneysen an Karl Barth 19. April 1935

    … ngenen verboten, von alters her Recht und Pflicht der Kirche. Man sagte den Theologen, unsre Religion ist der Nationalsozialismus. Hitler ist unser Heiland. Palmsonntag haben alle drei zu konfirmieren, jeder hat ein eigenes Kind dabei. Niemand weiß, was werden soll. Aber als die Eltern …

  • Karl Barth an Eduard Thurneysen 21. April 1935

    … ern allein Christus maßgebend sei [vgl. 1.Kor. 1,12 ]. Was dann aber bei ihm wie bei so vielen praktisch auf eine saftige Bejahung Hitlers und des Landeskirchentums hinausläuft. Hast du gelesen, daß unser anderer alter Freund Wolf Meyer nun Rektor der Universität Jena geworden ist? 25 H …

  • Eduard Thurneysen an Karl Barth 20. Mai 1935

    … m ganz nüchtern weiter mit Basel und habe dies auch Ernst Staehelin gesagt, ich kann nicht glauben, daß «es» geht , wirklich geht! Nero wird sein Wort dazu auch sagen! Warten wir ab! Nur hoffentlich nicht zu lange. Aber natürlich mußt du nun zunächst so weitergehen. Eure innere Lage …

  • Eduard Thurneysen an Karl Barth 7. Juni 1935

    … tehende Ernennung, in der sein Vortrag (s. Anm. 1 ) nur kurz erwähnt wird, heißt es: «Dieser Theologe anerkannte schon die Führung Hitlers auf politischem Gebiete, aber er wünschte eine ‹unabhängigere› Stellung der Theologie und Kirche, damit diese um so eher ihre der Bourgeoisie nützen …

  • Karl Barth an Eduard Thurneysen 17. Juni 1935

    … gsgericht aufgehoben und das Verfahren bezüglich der Anklagepunkte 2 und 3 (Barths Äußerungen im Hause Jacobi und Verweigerung des Hitler grußes im Rahmen seiner Vorlesungen) eingestellt worden. Zum ersten Punkt (Eidesleistung) stellte das Gericht ein disziplinarisches Vergehen für die …

  • An die Frankfurter Zeitung 1932

    … ingangs erwähnten Hallischen Universitätszeitung (Nr. 4) findet sich u. a. ein Stück «Aus einer Rede an deutsche Studenten»(!) von Adolf Hitler . Sie endigt wörtlich wie folgt: «Wenn der Theoretiker sagt, die NSDAP sei eine oberflächliche Partei, dann kann ich ihm nur antworten: Sie sind ebe …

  • An Prof. D. Emanuel Hirsch, Göttingen 1932

    … rsch , Mitglied der Deutschnationalen Partei , in einem Aufruf am 3.4. zum zweiten Wahlgang der Reichspräsidentenwahl für die Wahl Adolf Hitlers eingesetzt. 5 Barth verzichtete auf eine öffentliche Replik 6 , es kam nur noch zu einem Austausch von Privatbriefen. 7 Damit riß die Verbindung zwi …

  • An Pfarrer Heinz Giessel, Seehausen/Altmark 1933

    … bischof Müller im Namen von 2/3 aller Pfarrer der Synode, die der NS-Pfarrerschaft und den Deutschen Christen angehörten, mit Heil Hitler begrüßte ( M. N. Dreher, a.a.O., S. 119–124.224 📖 ). ↩ 12 Im Karl Barth-Archiv ließen sich schriftliche Anfragen nicht ermittteln. ↩ 13 1909–1911 ; …

  • An Prof. D. Gerhard Kittel, Tübingen (vier Briefe) 1934

    … s Müller forderten, bis in die Nacht hinein miteinander darum rangen, wie sie sich in der bevorstehenden Audienz bei Reichskanzler Adolf Hitler verhalten sollten. Vehement bekämpfte Barth den Vorschlag von Kittels Tübinger Kollegen Fezer , ein Memorandum an Hitler mit einem Wort des Dankes a …

  • An Den Rektor der Universität, Prof. Dr. Hans Naumann, Bonn 1934

    … schlechterte sich jedoch seine Lage. Nachdem die Reichswehr schon unmittelbar danach durch den Reichswehrminister von Blomberg auf Hitler vereidigt worden war, erließ der Reichsminister für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung, Bernhard Rust , am 20.8. ein Gesetz, wonach alle Beamt …

  • Vorwort kein Datum

    … in die theologisch- politische Schriftstellerei hineingeraten würde, wie es nun geschehen ist. Aber wer hätte sich auch etwas wie Hitler und sein Reich im Voraus vorstellen können. Die Folge kann nur sein, daß mein Leben zur Vollendung der KD 📖 zu kurz sein wird oder daß ich sie doch …

  • An das Svenska Morgonbladet, Stockholm 1935

    8 2 An das Svenska Morgonbladet, Stockholm 1935 Nachdem Adolf Hitler im Juli 1935 Hanns Kerrl zum Reichsminister für kirchliche Angelegenheiten ernannt und ihn im September ermächtigt hatte, Verordnungen mit rechtsver …

  • An den Bruderrat der Ev. Kirche der altpreussischen Union, Berlin 1936

    … rvielfältigten Dank (s. Offenen Brief Nr. 4 ). Nachdem jedoch im Ausland die Denkschrift der Zweiten Vorläufigen Kirchenleitung an Hitler bekannt geworden war und sich die Kirchenleitung und der Reichsbruderrat am 23.8.1936 in einer kritischen Kanzelabkündigung «An die evangelische Chr …

  • Memorandum an die Pfarrer der reformierten Kirchen der Schweiz 1937

    … tanbetung des deutschen Menschen, die Verherrlichung des deutschen Volkstums und die religiöse Ergebenheit gegenüber dem deutschen Führer treten , und an die Stelle der Kirche gedenkt die nationalsozialistische Partei 26 sehr einfach sich selbst zu | 58 setzen. Diesem Ziel dient – nach …

  • An die kantonalen Kirchenräte und die Kirchenpflegen und Kirchgemeinden der reformierten Kirchen in der Schweiz 1938

    … Kirchenkampf. Die Kirche hat in Deutschland darum zu leiden und zu kämpfen, weil sie das Evangelium nicht zu einem Instrument für Hitler machen lassen wollte. Wir hätten diesen Kampf schlecht verstanden, wenn wir unsererseits statt für die Kirche, d.h. für die Freiheit des Evangeliums …

  • An die Bekennende Kirche in Deutschland 1938

    … rleibung Österreichs in das nationalsozialistische Deutschland ( 12.3.1938 ) hatte die dortige evangelische Kirche die Pfarrer auf Hitler vereidigt; daraufhin forderten deutschchristlich beherrschte Kirchenleitungen im «Altreich» einen neuen Treueid der Geistlichen. In der Ev. Kirche d …

  • An die 6. Bekenntnissynode der Evangelischen Kirche der altpreussischen Union 1938

    … er 1938 9 , worin er seine Position ausführlicher darlegte. Etwa am 8.9.1938 wurde in der Bekennenden Kirche ein Rundschreiben von Hitlers Stellvertreter Martin Bormann an alle Gauleiter vom 13.7.1938 bekannt, worin es hieß: «Die Kirchen haben diese Anordnung erlassen, ohne vorher die E …

  • An den Schweizerischen Evangelischen Pressedienst 1938

    … rages kam Barth einige Wochen später, als die Tschechoslowakei durch die nachgiebige Haltung der Westmächte dem Herrschaftsstreben Hitlers geopfert worden war (siehe die folgenden Offenen Briefe), noch einmal auf den zitierten Begriff zurück und warb nun in «Noch ein Nachwort» um (noch) …

  • An Prof. Dr. Josef L. Hromádka, Prag 1938

    … Partei , die über 2/3 der deutschen Bevölkerung vertrat, stellte weitgehende Forderungen an die Regierung der Tschechoslowakei . 7 Hitlers Strategie in seinen Anweisungen an den Parteiführer Konrad Henlein ging dahin, bei Entgegenkommen der Regierung stets weitere, unerfüllbare Forderun …

  • An die Studenten der reformierten Theologie in Budapest 1938

    147 20 An die Studenten der reformierten Theologie in Budapest 1938 Das Vorgehen Hitlers gegen die Tschechoslowakei im Herbst 1938 wurde besonders in Ungarn mit Leidenschaft verfolgt, weil Ungarn nach dem Ersten Weltkrieg 1920 im Vertrag …

  • An die St. Lucas Church, Evansville, Indiana, USA 1939

    … abe und für ihn «gerade so stark begeistert» sei wie manche von Haeuslers theologischen Kollegen, die «nach dem Weltkriege und vor Hitlers Regime in Deutschland studierten.» Abschließend stellte sich Haeusler kurz als ein Amerikaner der dritten Generation vor, der «jedoch jeden Sonntag …

  • An Pfarrer Karl Reinerth, Hermannstadt, Rumänien 1939

    … n anderen politischen Erlebnissen her gesehen der Nationalsozialismus gerade als Hort der Freiheit erscheinen kann und man sonstwo Hitlers Wort geradezu als eine Offenbarung erleben kann: Wir Wilde sind doch bessere Demokraten. 17 172 Ich brauche wohl nicht zu betonen, daß sich in meine …

  • An Pfarrer Dr. Arthur C. Cochrane, Tillsonburg, Ontario, Kanada 1939

    … hoden eines Gangsters (der ja vielleicht materiell auch ein Stück weit «Recht» haben könnte) durchgesetzt hat. Auf diesem Wege ist Hitler nun auf einmal auf den polnisch-englischen Vertrag gestoßen und auf die Tatsache, daß England diesen (im Unterschied zu Frankreich 1938) halten woll …

  • An George Bell, Bischof von Chichester 1939

    … Spender said that one of the puzzles which he found it difficult to solve, was how leaders in the Confessional Church who resisted Hitler and the regime quite whole-heartedly in Church questions, could yet say that they were loyal followers of Adolf Hitler otherwise. I do not myself be …

  • Ein Brief nach Frankreich (durch Pfarrer Charles Westphal) 1939

    … Westphal) 1939 Während sich der Krieg zwischen Frankreich und Deutschland monatelang auf Spähtruppuntemehmungen beschränkte, weil Hitler den geplanten Angriff immer wieder (bis zum 10.5.1940 ) verschob, wandte sich Pfarrer Charles Westphal (1896–1972) mit einer Bitte an Barth . Mit We …

  • An Pfarrer Frans M. Kooyman, Zeist/Holland 1940

    … riegserklärung geschritten sind. Sie haben es – mit Recht oder Unrecht, aber tatsächlich – geduldet, daß die Verträge von 1919 von Hitler gröblichst durchlöchert wurden. – Was wurde im Falle Abessynien , im Falle Albanien 21 aus dem Völkerbundspakt? Wo ist Frankreichs Vertrag mit der T …

  • Eine Frage und eine Bitte an die Protestanten von Frankreich (durch Pfarrer Georges Casalis) 1940

    … ng, dürfen wir uns durch diese Einsicht nicht belehren lassen. Ich kann mir nicht denken, daß Sie die grundsätzliche Lage zwischen Hitler und uns Anderen heute darum anders als vor einem Jahr beurteilen können, weil Hitler inzwischen eine solche – lebhaft genug an Hiob 21 und an Ps. 10 …

  • An Schweizer Soldaten 1940

    … rte den theologischen Bezug und den militärischen Wert seines Schrittes ernsthaft und ironisch in einem Brief in das ebenfalls von Hitler bedrohte Holland . 1 260 Kurz vor Weihnachten, am 18.12.1940 , schrieb Nationalrat Dr. Hans Oprecht , mit dem Barth in der Aktion « Nationaler Wider …

  • Ein Brief aus der Schweiz nach Grossbritannien (durch J. H. Oldham und A. R. Vidler) 1941

    … glische Radarstationen, Flugplätze, Flugzeugfabriken, Häfen und Verkehrswege an; damit sollte die Invasion vorbereitet werden, die Hitler dann doch immer wieder verschob. Als Barth zögerte, ermutigte ihn die « Society for Promoting Christian Knowledge and The Sheldon Press », deren Sek …

  • An den Bundesrat der Schweizerischen Eidgenossenschaft 1941

    … ie Regierung, da sie ohnehin enorme Schwierigkeiten hat» (Brief an Barth 4.8.1941 ), hielt Barth dem entgegen: «Bedeutet der Krieg Hitlers gegen Rußland nicht u. A. auch dies, daß ein Krieg gegen die Schweiz mindestens noch unwahrscheinlicher geworden ist? Ich kann nur immer wieder beda …

  • Brief an einen amerikanischen Kirchenmann (Samuel M. Cavert) 1942

    … den westlichen Demokratien und auch in den dortigen Kirchen allerlei heimliche oder sogar offene Bewunderer oder doch Verteidiger Hitlers gegeben? Waren wir nicht weithin schon im Begriff, den uns angebotenen Becher mit dem Rausch- und Gifttrank des neuen bösen Menschheitsideals sauers …

  • Brief Nach Holland 1942

    … wahrhaftig auferstanden. Ihm gehört die Zeit: auch die Zeit unseres Leides, unserer Anfechtung, unserer Versuchung, auch die Zeit Hitlers , auch die dunkle Zeit der Unterdrückung und des Schreckens, der Schande und des Verrates, auch die Zeit unserer mühseligen, fast verzweifelten Anst …

  • Interview von Georges Casalis (I) 12. Mai 1963

    … wir gute Arbeit geleistet haben. Dann kehrte ich in die Schweiz zurück. Casalis : Ja, Sie kehrten in die Schweiz zurück, weil das Hitler -Regime plötzlich fand, die Theologie sei etwas Gefährliches und, gewisse Leute reden zu lassen, bedeute eine Gefahr. Barth : Ja, vielleicht nicht « …

  • Gespräch mit der Kirchlichen Bruderschaft in Württemberg 15. Juli 1963

    … (hat man’s stattlich genannt) von Barmen. Und wenn Sie sich das vor Augen halten, daß diese Sätze geschrieben sind in der Welt von Adolf Hitler , Hermann Göring , Joseph Goebbels und wie die Brüder alle hießen, dann kann man eigentlich sagen: es hat Hand und Fuß; es war leidlich deutlich gem …

  • Interview von Johannes Kuhn 22. Dezember 1963

    … ereich im deutschen Leben ist damals nicht gleichgeschaltet worden? Die Barmer Erklärung stand da und enthielt nun, ohne daß gegen Hitler usf. protestiert wurde, faktisch einen Protest, in dem angemeldet wurde: Die Kirche kennt als Gottes Offenbarung keine «anderen Ereignisse, Mächte, …

  • Karl Barth an Charlotte von Kirschbaum in München 15. September 1930

    … nde ich übrigens katastrophal. 1 Die Deinigen werden ja auch bei den 6 Millionen gewesen sein, die nun von diesem Theaterpolitiker Hitler das Heil ­erwarten. Was soll man zu dem allem sagen? Es wäre vielleicht doch – nicht besser, aber der tatsächlichen Verfassung der Deutschen angemes …

  • Karl Barth an Charlotte von Kirschbaum in München 24. September 1932

    … ich lieb habe. 1 Franz von Papen (1879–1969), vom 3.7.-2.12.1932 Reichskanzler im «Kabinett der nationalen Konzentration», 1933/34 Hitlers Vizekanzler. Über die Vorgänge bei und nach der Auflösung des Reichstags am 12.9.1931, in denen Barth eine Mißachtung der Reichsverfassung sah, beri …

  • Charlotte von Kirschbaum an Karl Barth in Basel 19. März 1933

    … Das Resultat der Prüfungen sei kläglich, die beste Note 2-3. ­- Goeters , Weber , Pfennigsdorf seien in «heller Begeisterung» für Adolf . Verstehst du das? Bei Wolf wisse man nicht, ob links, ob rechts, er wird auf jeden Fall «vorsichtig» sein. Hölscher glaubt bestimmt, daß eine Ause …

  • Charlotte von Kirschbaum an Karl Barth in Basel 21. März 1933

    … Konstituierung des am 5.3. neu gewählten Reichstags statt. Ihr waren interne Verhandlungen mit der Kirchenleitung vorausgegangen. Hitler hatte bereits am 2.3. – noch vor den Wahlen – erklärt, die Eröffnung des Reichstags in die Garnisonkirche zu verlegen. Otto Dibelius , der als Gener …

  • Charlotte von Kirschbaum an Karl Barth in Basel 24. März 1933

    … eicht aber auch weniger Furchtbares, weil Dämonisches. Die Kinder singen hier auf der Straße ein Lied: «Der Papen legt das Ei, der Hitler brütet’s aus. Und ein Thälmann 5 schlupft heraus.» Ob es nicht ganz einfach das ist? Und das bißchen deutsche Geschrei um diese verzweifelte Notwend …

  • Karl Barth an Charlotte von Kirschbaum in Bonn 24. März 1933

    … 1931-1946 Pfarrer in Basel, von 1946-1968 in Bern. ↩ 3 Elisabeth Zellweger (1884–1957), Cousine von Max Zellweger-Barth . ↩ 4 Nach Hitlers Regierungserklärung und der mutigen Rede des SPD -Parteivorsitzenden Otto Wels wurde am 23.3.1933 in der von SA und SS abgeschirmten Krolloper das E …

  • Karl Barth an Charlotte von Kirschbaum auf dem Bergli 19. April 1933

    … e Bestätigung dafür brächte, daß da draußen eine Clique von offenkundig Wahnsinnigen am Regimente ist. Heute die Nachricht, daß an Hitlers Geburtstag schulfrei gegeben wird. Aber gerade in Georgs Briefen keine Spur von der Einsicht, daß Narrheit Narrheit ist. Wie wird’s werden, wenn die …

  • Karl Barth an Charlotte von Kirschbaum in Bonn 3. Juli 1933

    … its erzählt man sich [eben kam ein erstes Telephon meines Chefs 4 !] 5 , daß infolge energischer Einwirkungen auf Hind[enburg] und Hitl[er] Alles auch noch ziemlich anders laufen könnte. Den Schluß von Bodelschwinghs 6 Brief 7 : «Gott wird sich so verhal | 295 ten, daß du dich wundern wi …

  • Karl Barth an Charlotte von Kirschbaum in Bonn 4. Juli 1933

    … . Chr. angesichts der Fülle von Widerspruch. Ein hiesiger, sonst ganz unbedeutender kl[einer] ­Pfarrer hat es mit Erfolg riskiert, Hitler inmitten seiner Garde in einem Hausflur anzureden: «Herr Reichskanzler, geben Sie der evangelischen Kirche ihre Freiheit wieder!» und ihn 20 Minuten …

  • Karl Barth an Charlotte von Kirschbaum in Bonn 4. Juli 1933

    … iner Stelle es auch gutheißen könntest! Grüße Alle, Alle! Und erzähle mir ein wenig, was sie machen und wie es dort aussieht. Heil Hitler ! 5 Dein K. 1 Barth und Bonhoeffer waren sich schon in den Jahren 1931/32 einige Male – auch auf dem Bergli – begegnet ( Busch 📖 ; vgl. oben S. 231 …

  • Karl Barth an Charlotte von Kirschbaum in München 20. September 1933

    … sein. Immer vorausgesetzt, daß sich die Dinge bis dahin nicht so entwickeln, daß einem das Lachen gänzlich vergeht. Der Aspekt von Hitler -Deutschland ist auch von Bern aus gesehen einfach ein unheimlicher. Was ist jetzt das wieder mit dem «Eintopfgericht» 5 , das wir inkünftig alle Mo …

  • Karl Barth an Charlotte von Kirschbaum in München 26. September 1933

    … er zu erzählen. Was aber passiert derweilen in der Welt! Reichstagsbrandprozeß 13 ! Völkerbundsversammlung 14 unter Mitwirkung von Wotans 15 Micki-Maus 16 ! Ein Erdbeben hat’s hier auch noch gegeben, aber ich habe es in Meiringen verschlafen, und niemand war bei mir in der Stunde der G …

  • Karl Barth an Charlotte von Kirschbaum in Bonn 23. Januar 1934

    … l 7 , Fezer , Schumann 8 , Beyer 9 und Andere. Fezer 10 trug ein | 346 Memorandum vor, das am Donnerstag abend im Namen der Kirche Hitler vorgelesen werden soll. Du kannst dir denken, daß ich nicht zustimmen konnte. Und wenn ich auch nicht auf den Tisch sprang, so habe ich doch Fezer g …

  • Charlotte von Kirschbaum an Karl Barth in Rom 22. September 1934

    … schen «Reichskirche», die speziell für die Saarabstimmung verheerend sei. 2 Und wer mögen die «Prominen | 369 ten» 3 sein, die mit Hitler sprechen dürfen? Hoffentlich doch auch Asmussen oder Koch und nicht nur die «Bischöfe». – Nicht wahr, wenn du nach Deutschland reisest 4 , lässest d …

  • Karl Barth an Charlotte von Kirschbaum in Bonn 30. Oktober 1934

    … der Ausführungsbestimmungen 4 zu den Dahlemer Beschlüssen 5 in Anspruch genommen. Gestern abend trat dann dies in den Vordergrund: H[itler] hat Marahrens , Meiser und Wurm (!) zu sich gebeten für heute nachmittag. 6 Es wurde nun versucht, zwischen diesen drei einerseits und dem Rat + Bru …

  • Karl Barth an Charlotte von Kirschbaum in Bonn 5. November 1934

    … er Form hieher, um Friedensverhandlungen zu eröffnen, sehr kläglich, sehr verlegen, ein ganz dürftiger Eindruck. 6 Es scheint, daß H[itler] mit der völligen Trennung von Kirche und Staat droht, und davor haben die D. C. aus guten Gründen größte Angst. Nach dieser Seite steht die Front fe …

  • Karl Barth an Charlotte von Kirschbaum in Bonn 9. November 1934

    … 45-1950 Leiter des Evangelischen Hilfswerkes in Württemberg, 1950-1961 Spitalpfarrer; 1935 Ausschluß aus der NSDAP wegen Kritik am «Führer» , an der Partei und an der Reichskirche sowie wegen Ablehnung des Diensteides für Geistliche auf der Deutschen Evangelischen Nationalsynode 1934. ↩ …

  • Karl Barth an Charlotte von Kirschbaum in Bonn 29. November 1934

    … 3.11. mit einer «kirchenamtlichen Kundgebung» im «Gehorsam gegen den Herrn der Kirche, in Liebe zu unserem Volk und in Treue gegen Führer und Obrigkeit» an die Öffentlichkeit. Darin wußte sie sich «getragen vom Vertrauen des gesamten im Kampf um Bekenntnis und Verfassung stehenden evan …

  • Charlotte von Kirschbaum an Karl Barth in Basel 13. Januar 1935

    … Senatskanzlei. ↩ 3 Von Kirschbaum nennt in ihrem Brief an H. A. Hesse vom 13. Januar 1935 ( KBA 9235.10 ) Barths Verweigerung des Hitler grußes in seinen Vorlesungen und die politisch bedenklichen Äußerungen (im sogenannten «Küppersbrief», s. unten S. 422, Anm. 5 ). Es gehe darum, «da …

  • Charlotte von Kirschbaum an Karl Barth in Bern 21. Januar 1935

    … S. 78 📖 . ↩ 3 Der Brief an Reichsminister Rust vom 16.12.1933 , in dem Barth seine Weigerung begründet, seine Vorlesungen mit dem Hitler gruß zu eröffnen, ist abgedruckt in: Briefe 1933, S. 577-579 📖 ; Prolingheuer, S. 240f 📖 . ↩ 4 Siehe zum Protokoll mit den «Äußerungen» oben S. 42 …

  • Charlotte von Kirschbaum an Karl Barth in Bern 26. Januar 1935

    … leitender Stellung vorgesehen. Da damit der Reichsbischof ausgeschaltet werden sollte, erhielt der Vorschlag nicht die Zustimmung Hitlers (vgl. Meier II, S. 36f 📖 ). ↩ 5 Die Frage wegen der Benachrichtigung Immers ist am linken Briefrand mit doppelten Strichen markiert. ↩

  • Karl Barth an Charlotte von Kirschbaum in Bonn 21. Juni 1935

    … rsg. ↩ 8 Laut Bleibtreus Nachschrift der mündlichen Urteilsbegründung stellte der Senat fest, daß das Verfahren in Punkt 2 und 3 ( Hitler gruß und Äußerungen bei Pfarrer Jacobi ) «mangels Vorliegens eines ordnungsmäßigen Einleitungsbeschlusses bzw. mangels ordnungsmäßiger Ingangsetzung …

  • Charlotte von Kirschbaum an Karl Barth auf dem Bergli 23. Juni 1935

    … reitete presseamtliche Kommentar: «Wie erinnerlich, hatte Professor Barth seinerzeit die bedingungslose Leistung des Eides auf den Führer und Reichskanzler verweigert. Das preußische Oberverwaltungsgericht hat in einer Bestrafung Barths durch Kürzung des Gehalts in Höhe von einem Fünft …

  • Karl Barth an Charlotte von Kirschbaum in Bad Honnef 5. Juli 1935

    … nicht bestimmte» von Präses K. Koch unterzeichnete briefliche Erklärung ab, in der es hieß: «Der unter Anrufung Gottes dem Führer Adolf Hitler geleistete Eid gibt der Treue- und Gehorsamsverpflichtung den Ernst der Verantwortung vor Gott und damit ihre rechte Begründung. Er schließt durch d …

  • Fragen an das «Christentum» 1931

    … merikanischen Lebens- und Denkstil (wobei man in Deutschland gerne meine Worte über ‹ Amerika › und in Genf gerne meine Worte über Hitler etc. lesen würde!!), so würde ich mich zwar an beiden Orten empfehlen, aber auch an beiden Orten mein Salz dumm machen. Das geht eben nicht.» 16 Er …

  • Die Theologie und die Mission in der Gegenwart 11. April 1932

    … h nicht vor 📖 ). Gemeint sind die Wahlen, bei denen Paul von Hindenburg im zweiten Wahlgang mit 53% der abgegebenen Stimmen gegen Hitler (36,8%) und Thälmann (10,2%) erneut zum Reichspräsidenten gewählt wurde; vgl. zu den Umständen und Konsequenzen dieser Wahl H. Schulze, Weimar. Deut …

  • Was heißt: evangelisch sein? Mai 1933

    … n Kirchenrechtlern Johannes Heckel 7 und Johannes Hosemann 8 , am 4. Mai stießen Ludwig Müller , | 243 der seit dem 25. April 1933 Adolf Hitlers «Vertrauensmann und Bevollmächtigter für die Fragen der evangelischen Kirche» 9 war, und sein Adjutant Horst Schirmacher 10 zu diesen Beratungen hin …

  • Theologische Existenz heute! 1. Juni 1933 – 30. Juni 1933

    … , dem 1. Juli , war sie in Münchner Buchhandlungen zu erhalten. Am gleichen Tag sandte Barth je ein Exemplar an Minister Rust , an Hitler und an den Beauftragten des Preußischen Staatskommissars für die Rheinische Provinzialkirche, Gottfried Adolf Krummacher . 34 Im Brief an Hitler hie …

  • Theologische Existenz heute! II. (Entwurf) Juni 1933

    … üller entzogen und dann wieder erteilt wurde, 13 und für den den Staatseingriff problematisierenden Brief des Reichspräsidenten an Hitler vom 30. Juni 1933 14 – und das, obwohl Barth dieser Intervention Hindenburgs eine große Bedeutung beimaß. 15 Das Fehlen jeden Bezugs auf diese Entwi …

  • Für die Freiheit des Evangeliums! [Flugblatt] Juli 1933

    … en Kirche hatte am 30. Juni 1933 dazu geführt, dass Reichspräsident Hindenburg in einem am folgenden Tag veröffentlichten Brief an Hitler die Wiederherstellung des Friedens in der evangelischen Kirche angemahnt hatte. 1 Die ungebrochene moralische Autorität Hindenburgs zwang Hitler und …

  • Für die Freiheit des Evangeliums [Rede] 22. Juli 1933

    … alsozialismus (1933–1945) (SVRKG 119), Düsseldorf 1996, S. 138–154, bes. S. 145–148. 📖 ↩ 2 Barth sprach kurz vor der Rundfunkrede Hitlers , in der dieser sich massiv für die Wahl von Kandidaten der Deutschen Christen aussprach ( Gauger I, S. 94 📖 ; DKPDR I, S. 119–121 📖 ; vgl. Schold …

  • Bemerkungen zum Betheler Bekenntnis 11. Oktober 1933

    … n, die an der Ausübung ihrer beruflichen Tätigkeiten gehindert werden sollten. Diese erste antisemitische Kampagne gipfelte im von Hitler befohlenen Boykott aller jüdischen Geschäfte zum 1. April 1933 . Dem folgte am 7.4.1933 das «Gesetz zur Wiederherstellung des nationalen Berufsbeamt …

  • Luther 1933

    … ].» ↩ 17 Kritische Anspielung auf den damaligen Gesundheitskult, der auch die Sprache prägte. Vgl. z. B. aus der Rundfunkansprache Hitlers am 22.7.1933 , dem Vorabend der Kirchenwahlen: «Entscheidend für die Existenzberechtigung von Kirche und Staat ist die seelische und körperliche Ges …

  • Abschied 18. Oktober 1933

    … m. 66 ), S. 25–27, Zitat S. 27 📖 : «Es ist unser Anliegen als Deutsche Christen , daß unser evangelisches Christentum den Ruf des Führers nach rechter Mitarbeit an der Volkswerdung der Deutschen nicht überhöre. Darum fordern wir Neubildung der Anschauungen von Volk, Staat und Kirche im …

  • Reformation als Entscheidung 25. Oktober 1933

    … musste. 13 Am Morgen des folgenden Tages traf Barth sich zunächst mit Charles S. Macfarland 14 , der anschließend eine Audienz bei Hitler hatte. 15 Barth war von dem Gespräch enttäuscht, denn während er die ökumenischen Organisationen und ausländischen Kirchen aufforderte, ihre Beobach …

  • Kirchliche Opposition 1933. Grundsätzliches 16. November 1933

    … e ihm kurz zuvor die ablehnende Haltung der Führung des Pfarrernotbundes gegenüber seiner Teilnahme an einer geplanten Audienz bei Hitler bereitet hatte, 5 sagte Barth zu und befand sich schon eine Stunde später in Begleitung Charlotte von Kirschbaums im D-Zug Köln - Berlin . 6 Am glei …

  • Vorwort [zu: Die Kirche Jesu Christi] 11. Dezember 1933

    … ngelischen Kirche sind zur Zeit Auseinandersetzungen im Gange, die auf eine Klärung der kirchlichen Gesamtlage hinzielen. Der Herr Reichskanzler hat die ausdrückliche Entscheidung getroffen, daß, da es sich um rein kirchliche Angelegenheiten handelt, von außen her in diesen Meinungsstreit nic …

  • § 42 Der Schöpfer und seine Offenbarung 1943 – 1944

    … erwendet; vgl. C. Schmitz-Berning, Vokabular des Nationalsozialismus , Berlin / New York 2000, S. 607 📖 . Gleichwohl spielte auch Hitler auf den Begriff an, wenn er etwa 1934 auf dem Reichsparteitag in Nürnberg erklärte: «In den nächsten tausend Jahren findet in Deutschland keine Revo …

  • [Zusatz zur Auslegung des ersten Satzes der Barmer ­Theologischen Erklärung in KD II/1, S. 194–200] kein Datum

    … «Barmen I» gekommen. Dass die Kirche in dieser Sache auf einmal die Sprache fand, das verdankt sie, so beschämend das ist, – dem « Führer » 22 . Alle theologische Besinnung kam notorisch erst hinterher. Es ist an sich ganz richtig, wenn man gesagt hat, dass Viele, vielleicht die Meiste …

  • [Atomwaffen] kein Datum

    … t bezeichnenden Ge | 674 misch und Widerspruch eines anfänglichen 974 Optimismus und einem dann bald überhandnehmenden Abscheu dem Hitler -Regime gegenüber, und überdies im Bewusstsein der furchtbaren Konsequenzen, die es auf alle Fälle haben musste, wenn ihnen die Erfüllung dieser Auf …

  • Entwurf [für ein Memorandum an Hitler] 1934

    … stehung so minutiös dokumentiert ist wie die dieses Entwurfes, den er anlässlich des bevorstehenden Empfangs der Kirchenführer bei Hitler schrieb. Barths exponierte Rolle bei den vorbereitenden Verhandlungen fand im umfangreichen Quellenmaterial 1 , aber auch in der Literatur eine ents …

  • Vorwort [zu: Gottes Wille und unsere Wünsche] 1934

    … ERE WÜNSCHE] 1934 Unmittelbar nach seiner Rückkehr aus Berlin , wo er bei den Vorbereitungen für den Empfang der Kirchenführer bei Hitler mitgewirkt hatte, 1 schrieb Barth am Freitag, dem 26. Januar 1934 , dieses Vorwort für das siebte Heft der Reihe «Theologische Existenz heute», 2 da …

  • Bericht über die Grundsätze der Kirchenbewegung «Deutsche Christen» e. V. (Nationalkirchliche Bewegung, Sitz Weimar, Thüringen), erstattet an die Pfarrerschaft der lutherischen Kirche Reuß ä. L. 1934

    … ür Ehre und Freiheit. ad 3) Der Satz über das jedem Volk von Gott eingeschaffene «arteigene Gesetz», über dessen Gestaltwerdung in Adolf Hitler und seinem Staat, über seine Offenbarung in der aus Blut und Boden erwachsenen deutschen Geschichte und über das, was die Treue zu ihm fordert, ist …

  • Zur Lage der «protestantischen Opposition» in Deutschland 1934

    … chliche Opposition zunächst, da der Pfarrernotbund und die Kirchenführer sich wechselseitig die Schuld am Verlauf der Empfänge bei Hitler und Müller gaben. Vor allem in den Landeskirchen Hannover , Bayern und Württemberg trat eine erhebliche Schwächung des Pfarrernotbundes ein, dessen …

  • Vorwort [zu: Offenbarung, Kirche, Theologie] 1934

    … eftes bis Mitte April 14 somit nichts mehr im Wege. Das fertige Heft übersandte Barth – inzwischen fast gewohnheitsgemäß – auch an Hitler . 15 Zu einer heftigen Reaktion führte es bei Friedrich von Bodelschwingh , der als Antwort auf Barths Angriffe gegen seinen Brief an Pfarrer und Ge …

  • Theologische Erklärung zur gegenwärtigen Lage der Deutschen Evangelischen Kirche 1934

    … edem Volk, so hat auch unserem Volk der ewige Gott ein arteigenes Gesetz eingeschaffen. Es gewann Gestalt in dem Führer Adolf Hitl er m von ihm geformten nationalsozialistischen Staat. Dieses Gesetz spricht zu uns in der aus Blut und Boden erwachsenen Geschichte unsres Volkes. Die …

  • Die theologische Erklärung der Barmer Bekenntnissynode 1934

    … p von eigenen und Eingaben anderer u. a. beim bayrischen Innenministerium, dem Innen- und dem Außenministerium des Reiches und bei Hitler selbst ( KBA 9334.818 ). ↩ 13 Ebd. ↩ 14 Brief Barths an Lempp vom 18.8.1934 ( KBA 9234.276 ). ↩ 15 Siehe unten, S. 426f. ↩ 16 Vgl. ebd. ↩ 17 Brief C …

  • Botschaft der Bekenntnissynode der Deutschen Evangelischen Kirche 1934

    … e Lage der Bekennenden Kirche noch durch ein Schreiben Otto Meißners (1880–1953), des Leiters der Präsidialkanzlei Hindenburgs und Hitlers , in dem dieser im Auftrag Hitlers schon am 11. September 1934 mitgeteilt hatte, dass | 530 es keinerlei begründete Einwände gegen die Durchführung …

  • Erklärung [zur Suspendierung] 1934

    … l von Hindenburg , der letzte gewählte Reichspräsident, war am 2. August 1934 gestorben. Unmittelbar vor dem Tod Hindenburgs hatte Adolf Hitler die Reichsregierung im «Gesetz über das Staatsoberhaupt des Deutschen Reiches» vom 1. August 1934 beschließen lassen, dass «das Amt des Reichspräsid …

  • Gedanken über die Lage 1934

    … ttembergische Landeskirche waren inzwischen rückgängig gemacht worden, Reichsbischof Müller schien nach dem abgesagten Empfang bei Hitler in Ungnade gefallen zu sein, sein «Rechtswalter» August Jäger war zurückgetreten und die soeben erst aus ihrem Hausarrest entlassenen Bischöfe Meise …

  • Zur Frage des Hitlereides 1934

    … hung auf den zur Diskussion stehenden Beamteneid. 32 Es handelt sich in diesem Eid nicht um den «Staat» im Allgemeinen, sondern um Adolf Hitler und damit nach der im gegenwärtigen Parteistaat herrschenden Auffassung um den Totalitätsanspruch dieses einen Mannes. Will das Kirchenregiment etwa …

  • Protokoll und Fragen [Sitzung des Theologischen Ausschusses der altpreußischen Union] 1935

    … so Reichsbischof Müller zum bis dahin von diesem verweigerten Rücktritt zu veranlassen. Die Verhandlungen scheiterten daran, dass Hitler ein Gespräch mit Koch , der ihn von diesem Vorschlag zu überzeugen versuchte, abbrach, als er vom damit notwendig verbundenen Rücktritt des Reichsbi …

  • Der Weg der Bekenntniskirche 1934 1935

    … ischöfe Hans Meiser ( Bayern ) und Theophil Wurm ( Württemberg ) zusammen mit dem hannoverschen Landesbischof August Marahrens bei Hitler am 30.10.1934 . Hierzu und zum Folgenden vgl. oben, S. 579-609 . ↩ 45 Vgl. dazu oben, S. 592 (mit Anm. 54 ). ↩ 46 Vgl. oben, S. 605, Anm. 105 . ↩ 47 …

  • Bekennende Kirche im nationalsozialistischen Deutschland 1935

    … Deutschland » 16 gebe? Neben dem Gebot Gottes oder in ihm enthalten auch noch die Stimme des arischen Blutes | 795 bzw. das Gebot Adolf Hitlers ? Ob auch sie, die Kirche, hinfort von «Bischöfen» als von kleinen «Führern» autoritativ und militärisch regiert werden solle? 17 Ob dem Staat wirkl …

  • Kerrl und die Bekenntniskirche 1935

    … ehördlicher Befugnisse» untersagt wurde. 3 Der aus einer bewusst protestantischen Familie stammende Kerrl war am 16. Juli 1935 von Hitler mit dem «Erlaß über die Zusammenfassung der Zuständigkeiten des Reichs und Preußens in Kirchenangelegenheiten» zum Reichsminister für die kirchliche …

  • Die bekennende Kirche im heutigen Deutschland 1936

    … e bekennende Kirche im heutigen Deutschland I. Das heutige Deutschland ist das nationalsozialistische Deutschland, das Deutschland Adolf Hitlers , das Deutschland des 3. Reiches , das Deutschland des totalen Staates. Lassen Sie mich Ihnen in Kürze in Erinnerung rufen, was das heißt: totaler S …

  • Der deutsche Kirchenstreit als Frage an den schweizerischen Protestantismus 1936

    … in aller Form und nicht ohne Erfolg Schach geboten hat. Sie hat die offizielle These von der außer in Jesus Christus auch noch in Adolf Hitler geschehenen Gottesoffenbarung ausdrücklich und öffentlich als einen die Kirche zerstörenden und die kirchliche Gemeinschaft aufhebenden Irrtum bezei …

  • Die deutsche Bekenntniskirche 1935/36 1936

    … alistischen Deutschland will und nicht will. Das ist das entscheidend Bessere, das heute zu berichten ist. Es ist so gekommen: Die Hitler - Regierung hielt es im Herbst 1935 auf einmal für richtig, in ihrem Verhalten zur evangelischen Kirche einen neuen Kurs | 485 einzuschlagen. Ein be …

  • Was haben uns die kirchlichen Vorgänge in Deutschland zu sagen? 1936

    … er Kirche ihre eignen Irrtümer. Als in Deutschland jene Parolen ausgegeben wurden: Von jetzt an muss es heißen: Jesus Christus und Adolf Hitler , Erkenntnis und Dienst Gottes im Nationalsozialismus, Selbsterlösung des deutschen Menschen durch die Kraft seines eignen Blutes und Herzens, als e …

  • Volkskirche, Freikirche, Bekenntniskirche 1936

    … ele waren sicher die sehr zögerliche Haltung (auch) der Bekennenden Kirche in Deutschland zur Frage des persönlichen Treueides auf Adolf Hitler und insgesamt das Schweigen zu den seit 1933 verübten Verbrechen des nationalsozialistischen Staates. Vgl. K. Barth , Zur Frage des Hitlereides , in …

  • Die allgemeine kirchliche Bedeutung des deutschen Kirchenkampfes 1936

    … e von «aufgedeckt» und mit Bleistift unterstrichen. ↩ m Der Satz ist rot unterstrichen. ↩ -n Nachträglich eingefügt anstelle von « Hitlers und Mussolinis ». ↩ o Nachträglich mit Bleistift unterstrichen. ↩ -p Nachträglich mit Bleistift hinzugefügt. ↩ -q Nachträglich mit Bleistift unterst …

  • Der Kampf gegen die evangelische Kirche in Deutschland 1937

    … allen, als Nationalsozialist für die Erhaltung des religiösen und kirchlichen Friedens das zu tun, was erforderlich ist. Der Staat Adolf Hitlers bekämpft weder Kirchen noch Religionsgemeinschaften, er nimmt sie vielmehr, wenn sie seelische Aufgaben zu erfüllen haben, schützend unter seine Fit …

  • Eine Frage und eine Antwort 1937

    … at, dass sie neben der Offenbarung Gottes in Jesus Christus eine göttliche Offenbarung in ihm selbst, in der Person s- des Führers Adolf Hitler -s und in der unter den Voraussetzungen der Revolution von 1933 zu interpretierenden Wirklichkeit und Geschichte des deutschen Volkes anerkenne. Die …

  • Questions relating to the subject of the Christian Faith and the Common Life (Oxford-Conference 1937) 1937

    … d Kirche gegenüber den zahlreichen Auslandskontakten vor allem bekenntniskirchlicher Kreise die Teilnahme auf direkte Intervention Hitlers hin verboten worden. 16 706 Die Oxforder Konferenz wurde zusammen mit der kurz darauf abgehaltenen Zweiten Weltkonferenz der Bewegung für Glaube und …

  • Der deutsche Kirchenkampf 1937

    … die Herrschaft über alle übrigen. Und in diesem Einen oder diesen Einigen erkennen dann alle anderen sich selbst als Herrschende. Hitler und seine Leute mit ihrer Lehre vom totalen Staat auf der Grundlage des rassisch verstandenen Volkstums 25 hatten – das kann ihnen die größte Abneig …

  • Die deutsche Bekenntniskirche 1936/37 1937

    … enüber der allgemeinen Gestaltung der deutschen Angelegenheiten fortzusetzen. Sie wandte sich nämlich in einer direkten Eingabe an Adolf Hitler selbst, in welcher sie nicht nur (zum ersten Mal ohne alles Ja-Aber!) den Protest der Kirche hinsichtlich all der Behinderung ihrer eigenen Existenz …

  • Gespräch mit Hans Fischer und Erwin Sutz 21. Januar 1948

    … idigung des Ostens. Man wirft den Nationalsozialismus und [den] Kommunismus in einen Topf und merkt nicht, wie man dabei die Linie Hitlers fortsetzt. Und zwar Hitlers Front gegen den Kommunismus unter einem anderen Vorzeichen. Dagegen habe ich mich gewandt und dagegen wende ich mich heu …

  • Gespräch mit Journalisten und Lesern der Zeitung «In de Waagschaal» 31. August 1948

    … s gesagt wird in solchen ethischen Fragen. Es gibt keinen Krieg im Allgemeinen. Es gibt nur bestimmte Kriege . Wie der Krieg gegen Hitler einer war, und wie der Krieg in Indonesien für die Niederländer einer ist. 25 Was letz | 58 teren betrifft, so sind Sie als Niederländer allein in e …

  • Gespräch in der Casa Locarno [I] 3. April 1949

    … htet, nicht auf die programmatische Bekämpfung des Christentums als solches. In diesem Sinn ist der Sowjet-Marxismus harmloser als Hitler , bei dem man im Blick auf die Ausrottung der ganzen jüdischen Rasse viel eher von einer antichristlichen Tendenz reden könnte. Ein Bruder aus dem O …

  • Zwei Gespräche im jüdischen Jugendbund «Emuna» in Basel 28. Januar 1950 – 23. März 1950

    … nen, obwohl er für sie gekommen ist. Es ist daher klar, dass ein Christ unmöglich Antisemit sein kann . Ich habe immer gesagt: Bei Hitler und dem Nazismus ist das eigentlich Böse: sein Antisemitismus. 32 Er meinte im Grunde Christus. Wenn ich Israelit wäre, würde ich froh sein, von der …

  • Gespräch in Zürich-Schwammendingen [I] 27. Dezember 1950

    … nismus des Ostens als Staatsform , die kein staatsfreies Leben zulässt, nicht ebenso sehr zu verwerfen wie der Nationalsozialismus Hitlers . Wäre es unseren Brüdern im Osten nicht besser gedient, wenn die Kirchen des Westens deutlich Stellung nehmen würden gegen die Lehren des Kommunism …

  • Diskussionen an der theologischen Arbeitstagung in Herborn 27. März 1951 – 30. März 1951

    … n Staat so anders reagiert habe als | 281 heute. 1938 hat er in dem Brief an Prof. Hromádka 99 in Prag zum Kriege aufgerufen, weil Adolf Hitler den Krieg eindeutig wollte; spätestens ab 1938 wollte er ihn unter allen Umständen. Darum rief Barth damals, als die Welt sich noch über Hitler täus …

  • Interview mit der Dill-Zeitung 29. März 1951

    … ilung des Kommunismus glaube er nicht an die Entschlossenheit zu einem Krieg. So sehr Barth 1938 davon überzeugt gewesen sei, dass Hitler den Krieg wollte, so wenig halte er es jetzt für wahrscheinlich, dass die Russen einen Krieg anstrebten. Sie seien wohl Revolutionäre, aber keine So …

  • Interview mit dem Kristeligt Dagblad 1. November 1952

    … ntwortung dafür liegt bei den Alliierten. Überall tauchen die alten Ideale wieder auf, die noch viel weiter zurückgehen als bis zu Hitler . Es ist der Geist von früher, der die Gefahr ausmacht. Ich kenne ihn seit meiner Zeit als Professor in Deutschland von 1921 bis 1933. 6 | 405 Hitle …